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07.03.2013  |  von  |  4 Kommentare

Konstanz Die Hofhalde wird schon bald verschönert

Konstanz -  Durch neues Kopfsteinpflaster, Bänke und einen Brunnen soll die heute unattraktive Hofhalde aufgewertet werden. Etwas kritisch sieht die CDU die Entfernung der 14 Stellplätze.

Die Hofhalde in Konstanz wird umgestaltet.  Bild: Oliver Hanser

Die Hofhalde in Konstanz wird umgestaltet.  Bild: Oliver Hanser

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Redakteurin Konstanz

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Der bislang schmucklose Platz zwischen Wessenbergstraße und Pfalzgarten wird deutlich aufgehübscht. Der Technische und Umweltausschuss empfiehlt zumindest einstimmig dem Gemeinderat, die Sanierung der Hofhalde bald anzugehen und das nötige Geld im Doppelhaushalt 2013/14 einzuplanen.

In der Sitzung erläuterte Martin Wichmann vom Amt für Stadtplanung und Umwelt: „Der Platz soll nicht nur einen neuen Bodenbelag bekommen, sondern wir möchten auch die Aufenthaltsqualität verbessern.“

Hofhalde soll Brunnen und Bänke erhalten

Dies soll unter anderem dadurch gelingen, dass alle 14 Parkplätze entfernt werden. Sie sind momentan tagsüber bewirtschaftet und abends den Anwohnern vorbehalten. In der Sitzungsvorlage heißt es: „Da die Gesamtzahl der reservierten Bewohnerparkplätze gerade in diesem Parkgebiet heute schon sehr gering ist, bedeutet die Auflassung (das Entfernen; die Red.) dieser Parkplätze eine deutliche Verschlechterung der Parkmöglichkeiten für die dortigen Gebietsbewohner.“ Außerdem muss die Stadt künftig auf rund 14 000 Euro im Jahr verzichten. So viel Geld brachten die Parkplätze der Hofhalde ein.

Parkplätze brachten der Stadt 14.000 Euro im Jahr

Peter Müller-Neff (Freie Grüne Liste) hält es für einen Gewinn, wenn die Stellplätze wegfallen. „Das wird ein Charme-Platz“, sagte er. Der Stadtrat wünschte sich zudem ein Verfahren der Bürgerbeteiligung für die Platzumgestaltung. Bürgermeister Kurt Werner sicherte dies genauso zu wie Müller-Neffs Wunsch, die Hofhalde für Durchgangsverkehr zu sperren, aber Zulieferung zu gewährleisten. Klaus-Peter Kossmehl sagte für die CDU: „Wir sind auch für die Umgestaltung des Platzes, aber den Wegfall der Parkplätze sehen wir kritisch.

Es kann nicht sein, dass Handwerker auf der Laube parken und durch die halbe Stadt laufen müssen, wenn sie Arbeiten im Umfeld der Hofhalde verrichten müssen.“ Anselm Venedey (Freie Wähler) wünschte sich, dass die Verwaltung prüft, ob mehr Parkplätze auf dem Stephansplatz möglich sind. Kurt Werner nahm dies auf und wies außerdem darauf hin, dass die Verwaltung überlegt, zudem rund um die Lutherkirche mehr Parkflächen auszuweisen.

Kopfsteinpflaster wohl noch in diesem Jahr

Wenn auch der Gemeinderat zustimmt, wird der Boden der Hofhalde noch in diesem Jahr erneuert. Vorgesehen ist Granit-Kleinsteinpflaster wie beim angrenzenden Pfalzgarten. Außerdem sollen Bänke mit und ohne Lehne sowie acht Fahrradbügel aufgestellt werden. Auch ein unterirdischer Müllbehälter (Unterflurbehälter) ist vorgesehen. Der Ausschuss war einstimmig für die teuerste Variante, bei der auch geplant ist, den so genannten Gutmann-Brunnen auf dem Platz aufzustellen. Ursprünglich stand er auf dem Münsterplatz und war auch schon für den zu sanierenden Konzilvorplatz vorgesehen. Auf Nachfragen der Stadträte sagte Kurt Werner, der Künstler werde in den Prozess mit einbezogen.

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4 Kommentare
die Entscheidungen...
...dieser Stadt sind an Sinnlosigkeit und Kontraproduktivität nicht zu überbieten...
Wieder sollen dringenst benötigte Parkplätze verschwinden, wieder wird der Einzelhandel in einer nahezu kriminellen Art und Weise benachteiligt.

Einen solchen Dilettatismus in einer Stadt, die massive Arbeitsplatzverluste (Takeda, centrothmern etc) zu verkraften hat, muss man Aussenstehenden erstmal erklären.
Warum muss mit allen zur Verfügung stehenden MItteln immer gegen die letzten, redlich kämpfenden Wirtschaftsaktiven vorgegangen werden ?
Oder aber
mit Gastronomiemobilar zugestellt nd zur Konsumfläche umfunktioniert werden, wie Obermarkt und Marktstätte.
Gut das Radfahrer ihren Schatz fast überall parken dürfen
Das der Platz endlich auch als Platz und Ruhezone(?) sichtbar gemacht wird, ist einfach nur zu begrüßen.

Das Räte und Verwaltung sich aber schwer tut, Lebensqualität gegen Park-Einnahmen zu tauschen, ist traurig.

Typisch für Konstanz ist, dass nicht mal über die Möglichkeit, eine schöne Fahrradparkmöglichkeit zu schaffen, nachgedacht wurde.

Oder hatte die Presse auf dieser Sitzung für solches kein Ohr gehabt und es nur nicht notiert?
Egal, denn Fahrräder dürfen ja auch ohne ausgewiesenen Stellplatz abgestellt, geparkt werden.

Ob die Stadt Bäume aufstellt?
Bitte dünne Bäume, damit die Kette sie mit Rädern verbinden kann.
Oder Bänke,
dann bitt so wie sie auf der Marktstätte stehen, denn bei denen ist es leicht möglich
sie mit Ketten/ Schlössern an Räder zu binden.

Nun warte ich mal ab und hoffe auf das Beste.

Das Beste hat aber nicht mit folgender Idee zu tun:

Weitere Pkws auf dem St.Stephansplatz anzulegen.
Sollte dort nicht mehr Abstellfläche für Fahrräder geschaffen werden?
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