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Konstanz Die Chromjuwelen sind zurück auf der Insel

06.09.2010
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Die Mille Fiori-Rundfahrt mit Oldtimern endet nach vier Tagen auf der Insel Mainau. Für den SÜDKURIER berichtete Peter Neumann in seinem Reisetagebuch.

Hupen quäken, dann biegt die Flotte der Oldtimer-Schönheiten in Schlosshof der Insel Mainau ein. Insel-Gäste klatschen und lassen die Fotoapparate klicken. Sie staunen über einen Mercedes mit Flügeltüren, begucken den kleinen, eckigen Alfa Romeo und ein Auto, das es nur ein einziges Mal auf der Welt gibt: eine Rennwagen-Sonderanfertigung des französischen Panhard aus dem Jahr 1954. Die vom Konstanzer Stadtmarketing organisierte Oldtimer-Rundfahrt Mille Fiori endet dort, wo sie vor vier Tagen begonnen hatte.

Vier Tage lang sind 50 Teams mit ihren Liebhaberstücken und Wertanlagen auf Rädern auf Nebenwegen sowie Passstraßen unterwegs. Die Route führt über Garmisch-Patenkirchen, Bozen und St. Moritz. Freunde der Langstrecken legen mehr als 1000 Kilometer zurück, andere wählen kürzere Genussrouten, die den Teams Zeit geben, die Orte kennen zu lernen, durch die sie kommen. Während der Rundfahrt lösen Gruppen aus mehreren Teams Denksport- und Geschicklichkeitsaufgaben, etwa das Rückwärtseinparken mit einem Oldtimer-Traktor und Hänger auf dem Parkplatz vor der Mainau.

„Ich bin das erste Mal dabei und ich bin begeistert“, sagt Eveline Doppler, die zusammen mit ihrem Mann Peter die Mille Fiori zur Hochzeitsreise macht. Dabei sitzen die Jungverheirateten aus St. Pölten nicht nur für Sonderfahrten in ihrem 1977 zugelassenen NSU RO 80 mit Wankelmotor. „Es ist unser Alltagswagen. Wir nehmen ihn auch zum Einkaufen.“ Andere werden ihr Schmuckstück mit dem Hänger nach Hause bringen, so wie Brigitte Schaaf-Dolega und Ralph Dolega. Sie fahren den Panhard-Renner, der kein Dach hat und auch keinen Laderaum fürs Gepäck.

Es ist ein Wagen fürs schöne Wetter. Trotz eines Regengusses auf der Strecke hat Schaaf-Dolega die Tour als „traumhaft“ in Erinnerung. Peter Neumann, der mit dem Traumauto seiner Jugend, einem Triumph Spitfire, auf der Strecke ist und für den SÜDKURIER von seinen Erlebnissen berichtet, kommt nach einer schweren Panne ebenfalls gut in Konstanz an. Er wird mit dem Wagen sogar noch bis zu seiner Wohnung in Mannheim fahren.

Hilmar Wörnle, Chef des Stadtmarketings und selbst Oldtimerbesitzer, hofft, mit der Mille Fiori Konstanz auf der „inneren Landkarte“ der Oldtimerfreunde verankern zu können. Neue Oldtimer-Ereignisse seien schon in Planung, unter anderem ein Deutschlandtreffen für Fahrer historischer Volvos.

Online-Reisetagebuch: Mille Fiori
Zum Dossier: Mille Fiori- Oldtdimer-Ausfahrt Start Mille Fiori
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