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Konstanz Die Altstadt muss wohl noch lange auf Verkehrsentlastung warten

Die meisten Baumaßnahmen für den Altstadtring finden sich im städtischen Investitionsplan erst 2022 oder später. Den Grünen geht das nicht schnell genug.

Das C-Konzept ist der Hoffnungsträger in Sachen innerstädtischer Verkehr. Doch bis es umgesetzt ist, könnten noch viele Jahre vergehen. Denn laut dem Entwurf des Doppelhaushalts für die Jahre 2017 und 2018 kommt der größte Teil der Baumaßnahmen erst 2022 oder später. Lediglich der Rheinsteig, der wegen möglicher Schweizer Beteiligung nicht in diesem Herbst, sondern erst im Frühjahr 2017 begonnen wird, und der Bereich Konzilstraße/Fischmarkt finden sich im Investitionsplan der Verwaltung für die Jahre bis einschließlich 2021. Wenn diese Planung so umgesetzt würde, würde das zum Beispiel bedeuten: Die provisorische Begegnungszone am Bahnhof würde mindestens zehn Jahre Bestand haben – 2012 wurde sie eingerichtet.

Dass dieser Plan nicht nur auf Beifall in der Kommunalpolitik trifft, hat die Fraktion der Freien Grünen Liste (FGL) mit einem Antrag für den Technischen und Umweltausschuss (TUA, nächste Sitzung am Dienstag, 8. November, ab 16 Uhr im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes Laube) deutlich gemacht. Die linksrheinische Altstadt bedürfe unbedingt der Entlastung, heißt es in dem von Fraktionssprecher Peter Müller-Neff und Gisela Kusche unterzeichneten Antrag. Die Fraktion bittet darin die Verwaltung, "kostengünstige provisorische Maßnahmen" bis zum Endausbau zu prüfen. Dass es mit einem umfassenden Weiterbau nicht sofort klappen würde, sei allen klar gewesen und werde auch nicht kritisiert, sagt Müller-Neff auf Anfrage. Dass entscheidende Teile des C-Konzepts nun erst 2022 oder später umgesetzt werden sollen, habe die Fraktion aber schon überrascht. Man wünsche sich daher ein Gesamtkonzept der Verwaltung, so Müller-Neff.

Als der Gemeinderat im November 2014 den Beschluss für das C-Konzept gefällt hatte, standen sechs bis acht Jahre Bauzeit im Raum. Die FGL hatte die Idee des C-Konzepts mit dem autofreien Bahnhofsplatz damals forciert und zuvor schon 2004 ins Gespräch gebracht.


In der Stadtverwaltung begründet man die vorgeschlagene Terminierung mit dem finanziellen Umfang der Bauarbeiten von mehr als 25 Millionen Euro und dem Bau unter laufendem Verkehr. Hätte die Stadt wieder mehr Geld, würde auch schneller gebaut, heißt es in einer Stellungnahme aus der städtischen Pressestelle. Dass die Altstadt Entlastung brauche, sehe die Verwaltung als "überaus wichtiges Thema". Daher werden die zehn offenen Bauabschnitte ab 2017 "konsequent und Zug um Zug" realisiert, heißt es in der Mitteilung – und zwar beginnend mit dem Rheinsteig als sanierungsbedürftigstem Abschnitt. Mit Provisorien schneller vorankommen will die Verwaltung aber offenbar nicht: "Aus Kostengründen sieht das Baudezernat Provisorien zudem als keine gute Zwischenlösung an."

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