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Konstanz Der Weg zum Impfstoff

20.12.2009
Von nea


Mit Harald zur Hausen nimmt erstmals ein Nobelpreisträger am Wissenschaft-trifft-Wirtschaft- Tag teil, der am Freitag zum fünften Mal an der Universität Konstanz stattfindet. Professor zur Hausen hatte 2008 den „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin“ erhalten.

Er war langjähriger Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Der Veranstalter BioLAGO hat den Tag unter das Motto „Gesundheitswirtschaft – von der Idee zum Produkt“ gestellt. Zahlreiche Kurzvorträge aus Forschung und Entwicklung aus den Gebieten der Life Sciences (Lebenswissenschaften) bieten den Teilnehmern ausreichend Gesprächsstoff.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird der Nobelpreisträger über seine „Erfahrungen in der Entwicklung von Impfstoffen bei der Krebserkrankung“ berichten. Der 73-Jährige war für die Bestätigung seiner These, dass die menschlichen Papillomviren (DNA-Viren) eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs spielen, mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden.

Im Anschluss findet mit ihm eine Podiumsdiskussion statt, an der weitere Fachleute der Onkologie (Lehre von den Geschwülsten) teilnehmen. Moderieren wird die Expertenrunde der Konstanzer Uni-Professor Alexander Bürkle, dessen Doktorvater Harald zur Hausen war. Den Höhepunkt am Vormittag (10.20 Uhr) wird der Vortrag von Professor Gunter Meister (Max- Planck-Institut der Biochemie/Universität Regensburg) sein, der sein Teilgebiet der Genforschung und denkbare Therapielösungen vorstellen wird.

„Die Veranstaltung soll die hochklassige Forschung aufzeigen“, erklärte Peter Pohl, stellvertretender Vorsitzender von BioLAGO und Vorstandvorsitzender von GATC Biotech. „Und sie soll den Wissenschaftlern zeigen, wie sie den Schritt in die Wirtschaft wagen können“, ergänzte er. „Im Bodenseegebiet sind rund zehn Prozent aller Arbeitsstellen bei den Lebenswissenschaften angesiedelt“, erklärte Michael Statnik, bei BioLAGO für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Dabei seien die Arztpraxen und Kliniken nicht berücksichtigt, fügte er hinzu. Auch an der Universität Konstanz wird an Impfstoffen gegen den Krebs geforscht. So hat die Arbeitsgruppe um Junior-Professor Peter Öhlschläger inzwischen zwei Patente eingereicht, die als Grundlage für Medikamente zur „therapeutischen Impfung“ – also nach einer Krebserkrankung durch Viren – dienen sollen.

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