Die Schulleitung lässt sich dadurch nicht entmutigen und setzt bis Klasse 9 trotzdem die Werkrealschulinhalte um. Das ist der einzig richtige Weg. Die Eltern wollen die bestmögliche Ausbildung für ihr Kind und werden eine Werkrealschule der herkömmlichen Hauptschule vorziehen – auch wenn noch nicht erwiesen ist, dass die Schüler durch das neue Konzept besser aufs Leben vorbereitet werden. Die Hauptschule Zoffingen kann als Mädchenschule mit niemandem kooperieren. Aber das Kollegium verwandelt den vermeintlichen Nachteil in einen Vorteil: Weiterhin kleine Klassen und gleichzeitig neue Inhalte. Mit einem ausgeklügelten Konzept schafft die Schule es, trotz der geringen Größe alle drei Profilfächer einer Werkrealschule anzubieten. Dass sie nun weiter Hauptschule heißt, ist deshalb nebensächlich.
