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Konstanz Der Weg in die Wissensgesellschaft ist breit

12.01.2008
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Wege des Lernens gibt es viele in Konstanz: Kindergärten und -tagesstätten, Schulen, Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen wie die Gewerbe-Akademie des Handwerks, Volkshochschule, Bürger-Universität, Bildungswerk und die Angebote zahlreicher anderer Träger sind nur einige davon. All diese Möglichkeiten zu verknüpfen und den Menschen in der Stadt Lust auf neue Erkenntnisse zu machen, ist einer der Beweggründe, warum Konstanz "Stadt der Wissenschaft" werden will und die Bewerbung, über die am 28. Februar in Jena entschieden wird, mit Elan vorantreibt.

Drei Aspekte sind es, die nach Angaben der Verantwortlichen im Rathaus im Vordergrund der Bewerbung stehen. Erstens herrscht die Überzeugung, dass Innovation den Image- und Strukturwandel fördert. Regenerative Energien, Life Science sowie Laser- und Nanotechnologie werden als besondere Stärken der örtlichen Hochschulen herausgestellt. Zweite Kernthese: "Bildung begleitet Menschen auf dem Weg in die Wissensgesellschaft." Drei Beispiele aus diesem Bereich sollen die Jury besonders beeindrucken: die grenzüberschreitende Lehrerbildung in Konstanz und Kreuzlingen, die wissenschaftliche Weiterbildung von Uni und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung sowie die Kinderuni, die als gutes Beispiel für den Anspruch "grenzenlos denken" gilt: Immerhin werden hier Barrieren zwischen den Lebensaltern durchbrochen. Drittens geht es um Kultur. Sie, so die These, stärkt das Zusammenleben in der Stadt. Darum sind auch Theater und Museen in das Konzept fest eingebunden.

Das Programm will dabei vor allem Neugier wecken, den Nutzen von Wissenschaft aufzeigen und Wissenschaft dort erlebbar machen, wo sich Menschen begegnen. Der Bildungsturm im Kulturzentrum wird mit interaktiven Ausstellungen zum Dreh- und Angelpunkt. Auf Großveranstaltungen wie Kinderfest, interkulturelle Woche und Altsstadtlauf warten im Jahr 2009 wissenschaftliche Aha-Erlebnisse. Mit Schulen und Kindergärten entwickeln die Universität Konstanz und die Pädagogische Hochschule Thurgau einen Wissenskoffer für Technikbegeisterung. An Deck der Solarboote Solgenia und Helios suchen Forscher und Firmen das direkte Gespräch und fördern den Transfer neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft.

Dass dies ein sinnvoller Weg ist, davon sind rund 50 Partner überzeugt. Einer davon ist Siemens. Dessen Chef Stefan Keh, bei der Bewerbung einer "Mitdenker", sagt: "Unsere enge und erfolgreiche Kooperation mit den Hochschulen zeigt: Von der Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts profitieren alle." (rau)

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