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24.03.2011  |  von  |  30 Kommentare

Konstanz Der Kick mit dem Wodka-Tampon

Konstanz -  Ein gefährlicher Trend bei Alkoholmissbrauch hat den Landkreis Konstanz erreicht. Mediziner und Suchtexperten warnen vor Wodka-Tampons.

Wodka-Tampons: Ein besonders gefährlicher Trend aus den USA und Skandinavien. Rund 50 Milliliter Hochprozentiges kann ein herkömmliches Tampon aufsaugen. Junge Frauen - aber auch Männer - führen sich den vollgesaugten Tampon anal oder vaginal ein. Wirkung: Ähnlich wie beim Inhalieren gelangt der Alkohol über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf. Nebenwirkung: Verätzte Schleimhäute, Alkoholvergiftung, im schlimmsten Fall Tod.  Bild: Müller



Wodka-Tampons: Ein besonders gefährlicher Trend aus den USA und Skandinavien. Rund 50 Milliliter Hochprozentiges kann ein herkömmliches Tampon aufsaugen. Junge Frauen - aber auch Männer - führen sich den vollgesaugten Tampon anal oder vaginal ein. Wirkung: Ähnlich wie beim Inhalieren gelangt der Alkohol über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf. Nebenwirkung: Verätzte Schleimhäute, Alkoholvergiftung, im schlimmsten Fall Tod.

Mediziner, Suchtfachleute und Jugendpfleger beobachten eine neue Methode des Alkoholmissbrauchs bei jungen Mädchen. Dabei werden Tampons mit Wodka getränkt und vaginal eingeführt. Über die Schleimhäute gelangt der Alkohol in die Blutbahn. „Ich schätze das als sehr gefährlich ein“, warnt Andreas Trotter, der Leiter der Kinderklinik Singen.

Der Fall, der Jugendbetreuer und Vertreter des Alkohol-Präventionsbündnisses b.free in Alarmbereitschaft versetzte, datiert nach Angaben von Kreisjugendpfleger Stefan Gebauer vom 3. März. Am Schmotzigen Dunschtig war eine Mädchengruppe aus einer Kreisgemeinde auf der Straßenfasnacht in Konstanz unterwegs. Eine 14-Jährige kollabierte – offenbar war sie hochgradig alkoholisiert.


Mädchen hatte über zwei Promille im Blut


Später wurde bei dem Mädchen über zwei Promille Alkohol im Blut gemessen. Als es darum ging, der Jugendlichen den Magen auszupumpen, stellten die medizinischen Kräfte fest, dass dieser komplett leer war. Die Begleiterinnen der 14-Jährigen gaben schließlich preis, man habe den Alkohol nicht getrunken, sondern mit Wodka getränkte Tampons eingeführt.

Inzwischen hätten die Jugendpfleger recherchiert, dass diese Art des Alkoholmissbrauchs auch im Landkreis Konstanz im Trend liege, sagt Reinhard Schwering, Leiter der Suchtberatung des Fachverbands für Prävention und Rehabilitation in Konstanz. Jungen führen sich den Wodka-Tampon anal ein. „Das ist für uns ein neues Feld“, stellt Mediziner Andreas Trotter fest. Er warnt die Jugendlichen vor den Folgen. Bei dieser Art der Alkoholaufnahme „fällt die erste Entgiftungsrunde in der Leber gleich aus“.

Zudem zerstöre der Alkohol die Scheidenflora der Konsumentinnen. Damit steige das Infektionsrisiko. Und: Wer glaube, man könne den Alkoholkonsum in der Atemluft nicht riechen, der liege falsch. Suchtexperte Schwering warnt aus einem weiteren Grund: „Die Wirkung kommt auf einen Schlag“. Kreissozialdezernent Axel Goßner sieht bei dieser Form der Rausch-Suche eine neue Dimension erreicht: „Alkohol ist nicht mehr Genussmittel, sondern Mittel zum Zweck.

„Die Entwicklung ist erschreckend“, sagt der Leiter der Kinderklinik Konstanz, Peter Gessler. Vorbeugung und Aufklärung hält er für äußerst wichtig. Reinhard Schwering geht davon aus, dass die Eltern der Jugendlichen über die Praktiken ihrer Kinder gar nichts wissen. Die Suchtberatungsstellen im Landkreis Konstanz bieten Erziehungsberechtigten, die verunsichert sind und die sich informieren möchten, Unterstützung an.

 

Gefährliche Trends und Modedrogen

Woher kommt der Trend?

Die ersten Fälle wurden vor rund fünf Jahren in den USA beobachtet. „Slimming“ nennt sich dort die vaginale bzw.anale Aufnahme von Alkohol. Aber auch in Belgien und Skandinavien – also überall wo es für Jugendliche schwierig ist, größere Mengen Hochprozentiges zu beschaffen – sind Wodka-Tampons in Mode gekommen.

Wie verbreitet ist er?

In Internetforen für Jugendliche sind Wodka-Tampons ein weit verbreitetes Thema. Auch auf Facebook gibt es einige Gruppen, in denen sich Jugendliche über ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig mit Handy-Videos animieren. Im Netz kursieren auch detaillierte Anleitungen und Tipps. Offizielle Statistiken gibt es noch nicht. Im Landkreis Konstanz sind bisher nur Einzelfälle bekannt.

Welche Modedrogen gibt es noch?

In den vergangenen Jahren sind vor allem gefährliche Mischungen, getarnt als Badesalze oder Kräuter, in deutschen Headshops und Internetforen aufgetaucht. Am bekanntesten ist wohl „Spice“, das wie ein Joint geraucht wird. Auch die „Badesalze“, die wie Kokain geschnupft werden, werden immer beliebter. Die Mischungen werden legal verkauft – und haben gefährliche Nebenwirkungen.

Was können Eltern tun?

Aufklärung steht an erster Stelle. Nur wer weiß, welche Modedrogen kursieren, kann seine Kinder vor ihnen warnen. Ausführliche Informationen gibt es hier:

Suchtberatung Konstanz, Telefon: 07531/365 58 55 und Suchtberatung Singen, Telefon: 07731/912 400.

Bildergalerie
Kiffen ist out? SÜDKURIER Online hat die gefährlichsten Modedrogen unter die Lupe genommen.
Lachgas besteht aus Stickstoff und wird vor allem in der Medizin und Industrie verwendet. Da es frei verkäuflich ist, wird es immer häufiger als Partydroge missbraucht. Jugendliche inhalieren es - meist in einem Ballon gefüllt. Wirkung: Die Stimmung hebt sich. Nebenwirkung: Schwindel, Erbrechen. Wenn das Gas verunreinigt ist,kann es lebensbedrohlich werden.
Kräutermischungen wie "Lava Red" ersetzen mittlerweile häufig Haschisch, da sie einfacher zu besorgen sind. Eigentlich sind die Kräuter als Meditationsmischung zum Räuchern gedacht. Sie werden aber häufig auch als Joint oder in der Wasserpfeife geraucht. Die Inhaltstoffe sind noch kaum erforscht. Wirkung: High-Gefühl. Nebenwirkungen: Herzrasen, Ohrensausen, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Ohnmacht.
Wodka, Tequila, Rum - Alkohol wird nicht mehr nur getrunken, sondern auch inhaliert, geschnupft und sogar gespritzt. Auch in Nasenspray-Fläschen wird Hochprozentiges gefüllt und inhaliert. Wirkung: Der Alkohol gelangt duch die Schleimhäute schneller ins Blut. Nebenwirkung: Verätzte Schleimhäute, schwere Alkoholvergiftung, im schlimmsten Fall Tod.
Kreis Konstanz  Gefährliche Drogen-Trends
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30 Kommentare
doch nicht echt!
Also wirklich, das ist aber auch eine dumme Idee. Beim Recherchieren zum Thema bin ich unter anderem auch auf das hier gestoßen:
http://www.crap-magazine.com/post/tampohol
Da hat sich jemand die Mühe gemacht, das mit dem Tampon und dem Alkohol auszuprobieren und das obwohl der Autor wohl ein Kerl ist. Naja jeden wie er's braucht...
Alkohol-Tampon
Also wirklich, das ist aber auch eine dumme Idee. Beim Recherchieren zum Thema bin ich unter anderem auch auf das hier gestoßen:
http://www.crap-magazine.com/post/tampohol
Da hat sich jemand die Mühe gemacht, das mit dem Tampon und dem Alkohol auszuprobieren und das obwohl der Autor wohl ein Kerl ist. Naja jeden wie er's braucht...
Was soll der Unfug?
Ich kann nicht wirklich glauben, dass ich der Einzige bin, der diesen Artikel für völligen Unsinn hält. Betrunkene Mädchen behaupten da irgendetwas und wird das hier ein großes Thema.

Vielleicht hat der eine oder andere hier zu viel Mathe geschwänzt, denn, wenn man auch nur ein wenig nachrechnet müsste man zu dem Ergebnis kommen, dass das Mädchen sich 6 Tampons einführen müsste die dann auch noch entgegen jeder Logik fast komplett in recht kurzer Zeit in der Vagina entleeren müssten.

Wenn jemand masochistisch genug ist, dann soll er das mal testen.
Auch ohne es zu probieren glaube ich nicht, dass ein normaler Mensch die Schmerzen überhaupt so lange aushalten kann bis irgendeine betäubende Wirkung einsetzt.

Einen solchen Artikel könnte man höchstens am 1. April.
Viel mehr als ein Scherz ist es definitiv nicht.
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