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Konstanz

Debatte um Mobilfunk neu entfacht

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Die Bundesnetzagentur will die Strahlen im Umfeld von Mobilfunkmasten in Litzelstetten messen. Damit kommt in die Debatte um die Standorte der Anlagen neuen Schwung.

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Konstanz – Der Ansatz ist ganz einfach: In Litzelstetten soll eine Automatische Mess-Station (AMS) der Bundesnetzagentur die Strahlen-Belastung aufzeichnen. Jeder Bürger kann dann im Internet die aktuellen Werte oder die Verläufe an einem Tag oder während eines Monats abrufen. CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Hoffmann wertet die Zusage als „kleinen Coup“.

Nach zahlreichen Gesprächen, die er mit dem Umweltministerium geführt habe, sei die Anlage für Konstanz reserviert worden. Er sieht in aktuellen Messungen die Chance, „ein objektives Bild über die tatsächliche und aktuelle Mobilfunksituation, gerade im Bereich der grenzüberschreitenden Mobilfunkstrahlung zu erhalten“. Schließlich gehe es auch darum, die Mobilfunk-Unternehmen rund um den Bodensee ins Boot zu holen.

Das Anliegen der Litzelstetter und der Bürgergemeinschaft „Strahlungsarmes Leben“ ist einfach: Sie wollen die Sendeanlagen der einzelnen Betreiber möglichst an wenigen Standorten außerhalb des Ortes konzentrieren. Rechtlich sind sie ohne Chance, da ein Hausbesitzer seine Dachfläche für einen Mast zur Verfügung stellen kann. Ortsvorsteher Rudolf Riedle setzt daher aufs Gespräch. Er werde noch im Dezember in einer Runde mit den Betreibern sprechen. Für ihn ist es fast schon eine kleine Sensation, alle gemeinsam an einen Tisch zu bekommen. „Wir wollen die Mobilfunk-Betreiber aber nicht umarmen, sondern ihnen klar machen, dass wir Alternativen haben.“ Mögliche Standorte für Gemeinschafts-Anlagen seien der Purren und eine Fläche in Richtung Insel Mainau.

 

Über die zugesagte Mess-Station ist Rudolf Riedle ebenfalls sehr froh. Dennoch ist er mit einer Wertung noch zurückhaltend. Es sei ein sehr komplexes und ein außerdem hoch emotionales Thema. „Wir dürfen uns nicht zu viel versprechen.“ Er nehme die Sorgen der Anwohner von Sendeanlagen aber sehr ernst.

Siegfried Lehmann, Landtagsabgeordneter der Grünen, ist noch skeptischer: „Der Messwagen wird anrollen, aber folgenlos bleiben.“ Da die Grenzwerte in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern hoch seien, dürften sie wohl in Litzelstetten eingehalten werden, schätzt er.

Die Stadt muss dem Aufstellen der Mess-Anlage nur zustimmen. Andreas Hoffmann hofft auf eine Zusage. Er schlägt als idealen Standort die Seeblick-Halle vor.

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KOMMENTARE [1]
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szmtag
Debatte um Mobilfunk neu entfacht

von neher (28 Beiträge) 27.11.2009 13:10

Was heist hier neu entfacht?

Hysterie ist das!

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Autor: Josef Siebler
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