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Konstanz-Litzelstetten Debatte um Bebauung im Loh: Ortschaftsrat beklagt Informationsmängel

Nach dem Nein des Konstanzer Gemeinderats zur Bebauung im Loh üben Ortschaftsräte Generalkritik und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) begrüßt die Entscheidung.

Der Ortschaftsrat Litzelstetten kritisieren die Informationspolitik der Stadtverwaltung. Der Debatte vorausgegangen war die Konfliktentscheidung des Konstanzer Gemeinderats, der sich gegen den Willen des Ortschaftsrats Litzelstetten stellte, und mehrheitlich gegen eine Bebauung der Fläche Im Loh stimmte. In der noch am selben Abend folgenden Ortschaftsratsitzung klang bei mehreren Tagesordnungspunkten Generalkritik am Umgang mit dem Ortschaftsrat an.

Wolfgang Hirt (Freie Wähler) beklagte grundsätzlich, die Stadtverwaltung informiere oftmals in einem viel zu kurzen Zeitrahmen, es bleibe dann kein Raum mehr für Rückfragen und abklärende Gespräche. Über die Sondersitzung zur Entscheidung Im Loh sagte er, keiner der Punkte, die dem Ortschaftsrat wichtig waren, seien den Mitgliedern des Gemeinderats vermittelt worden. Irene Mohn, die kommissarische Ortsvorsteherin, die selbst schon für die SPD im Gemeinderat saß, sieht gar eine Stadtverwaltung, die immer wieder "übergriffig" werde gegenüber dem Gemeinderat. Sie bedauert vor allem, dass ein vom Ortschaftsrat formulierter Vorschlag gar nicht zur Abstimmung gekommen sei. Von Kommunikationsproblemen mit der Stadtverwaltung sprachen auch Brigitte Fuchs (Freie Wähler), Karin Müller und Markus Riedle (beide CDU). Riedle betont, es sei ein demokratischer Beschluss gefallen, den es zu akzeptieren gelte, doch die Kontakte zur Stadtverwaltung müssten besser werden. Er forderte den Ortschaftsrat auch auf, künftig mehr empfehlende Beschlüsse zu fassen, mit denen sich Konstanz dann auseinandersetzen müsse.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz begrüßt in einer Mitteilung die Entscheidung des Konstanzer Gemeinderats, die seenahe Fläche Im Loh von Bebauung freizuhalten. Der Rat habe so einer weiteren Zersiedlung der Landschaft einen Riegel vorgeschoben und den Interessen von Einzelpersonen Einhalt geboten, schreibt Vorstandsmitglied Karl-Ulrich Schaible. Er verweist auf das schon beschlossene Baugebiet Marienweg. "Da dies auf einer Streuobstwiese mit Seesicht liegt, tut auch dieser Verlust an Grün besonders weh", so Schaible.

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