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Konstanz Das sind die prominenten Kuratoren des Konzilpreises

40-köpfiges Gremium will ab 2015 besondere Europa denker auszeichnen

Finanzminister Wolfgang Schäuble, dm-Gründer und Unternehmer Götz W. Werner, Erzbischof Robert Zollitsch – die Namensliste des 40-köpfigen Kuratoriums, das ab 2015 den neuen Konstanzer Konzilpreis vergeben soll, liest sich wie das „Who is Who“ Süddeutschlands. Vertreten sind Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion. Einige von ihnen kamen zum Festakt des 600. Jahrestags der Eröffnung des Konstanzer Konzils am Mittwochabend.

Mit dem Preis zeichnet die Stadt künftig alle zwei Jahre Personen, Institutionen oder Initiativen aus, die sich für ein gemeinsames Europa und einen interkulturellen Austausch einsetzen. Damit erhofft sich die Stadt als Ort des Konzils, auch in Zukunft ein Ort der Diskussion und Fortentwicklung der europäischen Idee zu sein. Die Erinnerung an das Konzil soll laut einer Pressemitteilung über 2018 hinaus lebendig gehalten werden. „Der neue Konzilpreis ist Ausdruck für den konziliaren Geist in Konstanz, das Menschen unterschiedlicher Meinung und Herkunft beherbergt“, sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt bei der ersten Sitzung des Kuratoriums. Burchardt ist einer von acht Konstanzern, die im Kuratorium vertreten sind. Zu ihm gesellen sich Bettina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau, Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg, Dieter Jahn, Universitätsrat an der Uni Konstanz, Carsten Manz, Präsident der HTWG, Ulrich Rüdiger, Uni-Rektor, Dorothea Weltecke, Geschichtsprofessorin an der Uni Konstanz und Rainer Wiesner, Geschäftsführer des SÜDKURIER Medienhauses.

Gemeinsam mit weiteren prominenten Kuratoren bestimmen sie einen europaweit bekannten Paten, der einen Preisträger vorschlägt oder aus Vorschlägen von Kuratorium, Gemeinderat und Arbeitsgruppe auswählt. Neben dem Preisgeld von 10 000 Euro locken vor allem persönliche Förderung und Unterstützung. „Die Paten sind Mentoren für eine gewisse Zeit. Dazu gehört, dass sie beispielsweise ihre Handy-nummer an die Preisträger weitergeben“, erklärte Burchardt. Und das kann – je nach Intensität des Kontakts – doch so manche Tür öffnen. Die Finanzierung des Preises soll über eine Stiftung laufen, die bis zum Ende des Konziljubiläums gegründet wird. Sie soll über Spenden mit einem üppigen Finanzpolster ausgestattet werden. Die Stadtverwaltung rechnet in den Verleihungsjahren mit Kosten von bis zu 50 000 Euro. Aus dem Kreis des Kuratoriums gebe es bereits eine Zusage über 50 000 Euro für die Auslobung. Bis zur Stiftungsgründung trägt die Konzilstadt-GmbH die Kosten.


Die Auszeichnung

600 Jahre nach dem Konstanzer Konzil soll ein Preis „mit europaweiter Strahlkraft die geschichtlichen Ereignisse für Gegenwart und Zukunft fruchtbar machen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Preis will Personen und Initiativen fördern, die der europäischen Idee als Begegnung und Austausch unterschiedlicher Kulturen, Perspektiven und Meinungen dienen. Dotiert ist er mit 10 000 Euro. Ein bekannter europäischer Pate soll den Preisträger persönlich fördern und unterstützen. (sab)

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Das Konstanzer Konzil: Von 2014 bis 2018 jährt sich das Konstanzer Konzil zum 600. Mal. Die Planungen für die Jubiläumsfeier sind bereits in vollem Gange - sie beinhalten auch eine Umgestaltung des Geländes rund um das Konzilgebäude am Konstanzer Hafen.
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