KonstanzDas Reihenhaus wird zum Ladenhüter [3]
Die Vermarktung der Reihenhäuser im Zergle läuft schlecht. Offensichtlich seien sie nicht gefragt, folgert die Stadtverwaltung. Dabei sollte im Wollmatinger Baugebiet Wohnraum für Familien entstehen. Die Stadt will nun über ein Pilotprojekt des Landes neue Wege suchen. Dadurch erhofft sie sich auch eine bessere Vermarktung des Gebiets Schmidtenbühl in Dettingen.
Konstanz – Offensichtlich seien die vorgesehenen Reihenhäuser im Zergle auf dem Markt weniger gefragt als Doppelhäuser, sagte Roland Jerusalem, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Umwelt im Hauptausschuss. Aber die Stadt wolle im Sinne der verdichteten Bauweise auf Reihenhäuser nicht verzichten. Daher denkt die Verwaltung an ein neues Vermarktungskonzept. Sie ist damit in ein Modellprojekt des Landes aufgenommen worden. Ziel ist es dabei, mit der Innenentwicklung dem Flächenverbrauch entgegenzuwirken. Roland Jerusalem erhofft sich positive Effekte: „Das können wir auf mehrere Gebiete in der Stadt übertragen.“ Mit dem Pilotprojekt will man zeigen, dass sich ein Reihenhaus bestens für attraktive Wohnformen eigne. Dabei sollen nun alternative Konzepte wie Baugruppen oder Generationen-Wohnen und klare Vorschläge für die Gestaltung präsentiert werden. Im Ausschuss äußerten Stadträte grundlegende Kritik an der Vermarktungspolitik. Die Verwaltung müsse sich fragen, ob der Bebauungsplan überhaupt den Wünschen der Bauherren entspreche, sagte Roger Tscheulin (CDU). Er befürchtet ähnliche Probleme mit dem geplanten Geschoss-Wohnungsbau am Schmidtenbühl. „Die Blocks an der Hangkante dort sind nicht beliebt.“ Jürgen Faden (FWG) kritisierte die Vergabe-Kriterien der Stadt. So sei der Kreis der Bewerber durch strikte Vorgaben zu sehr eingegrenzt. Zudem seien viele Bebauungspläne mit Vorschriften überfrachtet: „Wir müssen künftig etwas flexibler werden.“ Bürgermeister Kurt Werner verteidigte die Pläne. „Das Reihenhaus an sich hat sich bewährt.“ Allerdings müsse es den individuellen Wünschen von Bauherren angepasst werden. Daher sei das Pilotprojekt sinnvoll. „Wir wollen den Leuten etwas an die Hand geben, damit sie sich die Häuser vorstellen können.“ Jürgen Leipold (SPD) riet dringend dazu, zumal das Land Geld gebe: „Lasst uns alles Mögliche tun, damit das endlich zum Ende kommt.“ Die Mehrheit des Ausschusses beschloss eine Beteiligung am Projekt. Das Land übernimmt 50 Prozent der Kosten, die Stadt muss damit einen Anteil von 17 500 Euro tragen. Weitere Artikel zu: Kommunalpolitik, |


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Der Mensch will Platz und Fläche um sein Haus.
Aber was der Mensch will, interessiert Politiker eh nicht.
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