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Konstanz Das Comeback der Kunstnacht

Moderner, frischer, lebendiger: Die grenzüberschreitende Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen findet am 22. September erstmals unter neuer Regie statt

Sie hauchen der Kunstnacht neues Leben ein: Organisatoren und Teilnehmer der elften Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen in den Räumen des Kunstvereins.
Sie hauchen der Kunstnacht neues Leben ein: Organisatoren und Teilnehmer der elften Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen in den Räumen des Kunstvereins. | Bild: Hanser

Viel schöner als Richard Tisserand kann man es fast nicht sagen: „Wir möchten den Menschen eine Reise zu Dingen ermöglichen, die sie sonst im Alltag so eher nicht sehen“, sagt der Chef des Kunstraum Kreuzlingen auf die Frage, was eigentlich das Ziel der neu aufgelegten Kunstnacht sei. Wer Reisende empfangen will, muss sich aber auch öffnen, und genau das soll am Samstag, 22. September, an ganz verschiedenen Kunstorten in Konstanz und Kreuzlingen passieren: Fast 20 Einrichtungen aus beiden Städten beteiligen sich und das 40 Seiten starke Programmheft sieht nicht nur schick aus, sondern es ist auch gefüllt mit spannenden Inhalten.

Zum Beispiel eine musikalisch-visuelle Performance des Konstanzer Medienkünstlers Boris Petrovsky und dem Bandkollektiv Krautfass 3000. Unter der Schänzlebrücke werden Musik, Video- und Computerkunst zu einem großen im Moment entstehenden Kunstwerk werden. Die Musik von Krautfass 3000 gleicht einem DJ-Set, das beständig neu improvisiert wird und sich verändert. Die Videoprojektion dazu wird auf künstlichen Neben projiziert, es dürften ziemlich außergewöhnliche Momente werden unter der Brücke. Beginn der Performance ist um 19.30 Uhr. Die Inszenierung dauert zwei Stunden.

In Kreuzlingen versucht man auf der Hauptstraße einen „Boulev'Art“ einzurichten. Richard Tisserand vom Kunstraum Kreuzlingen hat hier verschiedene Arbeiten der bei ihm ausstellenden Künstler ausgewählt, die auch in den Schaufenstern der Geschäfte gezeigt beziehungsweise hinein projiziert werden. Neben diesen festen Installationen soll es auch spontane Interventionen verschiedener Künstler geben. Einen etwas anderen Blick auf die Universität erhält man in der Kunstnacht bei einer Führung mit Norbert Müller. Er ist Architekt und seit Jahren Ansprechpartner für Kunst am Bau beim Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg. In zwei verschiedenen Führungen (um 18.15 und 20 Uhr) will er die Kunst-am-Bau-Projekte der Universität Konstanz vorstellen.

Erstmals bei der Kunstnacht dabei ist neben der Galerie Wesner (Bodanstraße) auch das Zebrakino. Hier werden in der Kunstnacht Kurzfilme vorgestellt. Auch alle weiteren Teilnehmer der Kunstnacht wollen in ihren Räumen etwas Besonderes bieten. So gibt es neben Führungen, Performances teilweise auch Gespräche mit den ausstellenden Künstlern. Unter anderem stellt sich der Radolfzeller Bildhauer Markus Daum den Fragen des Publikums um 20.30 Uhr. Für Daum dürfte das ohnehin ein besonders schöner Tag werden: Am Vormittag des 22. September erhält er den Konstanzer Kunstpreis 2012.

Das neue Konzept der Kunstnacht wurde übrigens von Studenten der Universität und der HTWG kreiert (der SÜDKURIER berichtete). Wenn es sich bewährt, soll die Kunstnacht künftig wieder jedes Jahr stattfinden. Die sonstige Organisation der Wiederbelebung der Kunstnacht lag bei Marie Lacher-Rapp (Kunstverein), Helga Sandl (Neuwerk Kunsthalle) und Richard Tisserand (Kunstraum Kreuzlingen).

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