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20.06.2012  |  von Harald Ruppert  |  0 Kommentare

Konstanz Damit der Musiker sein Geld verdient

Konstanz -  Wer einen Abschluss als Popularmusiker vorweisen kann, muss deswegen noch lange nicht wissen, wie er mit der Musik seinen Lebensunterhalt verdient. Diesem Defizit abzuhelfen, tritt in Tettnang die private Akademie für Popularmusik Bodensee-Oberschwaben-Allgäu an, die im Oktober eröffnet.

Wolfram Lutz (links) und Thomas Lutz vor der Akademie für Popularmusik.  Bild: PR

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„Auf dem Kursplan steht alles, was ich bei meiner Hochschulausbildung als Popularmusiker vermisst habe“, sagt Thomas Lutz, von dem die Idee zur Akademie stammt. Als selbstständiger Instrumentallehrer für E-Gitarre und E-Bass kennt er die Bedürfnisse von Musikern. In der Akademie fungiert er als musikalischer Leiter, Geschäftsführer ist Wolfram Lutz, zugleich Leiter der städtischen Musikschule Tettnang.

Im ehemaligen Forsthaus von Tettnang, neben dem Neuen Schloss, findet ab Oktober ein einjähriger Kurs statt – immer samstags, in sechs Unterrichtseinheiten von jeweils 45 Minuten. Die monatlichen Kosten betragen 175 Euro. Die Dozenten sind renommierte Profimusiker aus der Region: der Bassist Heiner Merk, der Workshop-Autor Wolfgang Kehle und der Schlagzeuger Frank Denzinger. „Instrumentalunterricht wird an unserer Akademie nicht angeboten“, sagt Wolfram Lutz. Hier geht es neben Rhythmik, Harmonielehre, Gehörbildung und Improvisation darum, musikalisches Können nutzbar zu machen. Die Vermarktung eines musikalischen Konzepts sowie Fragen rund um Versicherung, Steuerrecht und GEMA werden angegangen. Wie organisiert man ein Konzert? Welche Strategien gibt es zur Bewältigung von Bühnenangst? Wie funktioniert Aufnahmetechnik? Dies sind einige weitere Aspekte.

Der Kurs soll nicht nur auf professionelle Musiker ausgerichtet sein, sondern auch auf Schüler ab der 10. Klasse, die sich auf die Aufnahmeprüfung zu einem Studium der Jazz- und Popularmusik vorbereiten. „Unser Angebot richtet sich an jeden, der ambitioniert Musik machen will“, sagt Thomas Lutz. Dabei liegt der Akademie eine große Dosis Realismus zugrunde. „Wir versprechen niemandem die große Karriere“, sagt Thomas Lutz, dem manches Ausbildungsangebot auf dem Sektor der Popularmusik zu großsprecherisch ist. Er betont aber auch: „Einen Kurs wie den unseren gibt es noch nicht.“

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