Der jüngst im Musikerviertel entdeckte Dachs ist kein Einzelfall. Offensichtlich haben schon andere Verwandte den Weg in die Siedlung zwischen Seestraße und Hörnle gefunden.
Wenn Beate Eppler mit ihrem Hund spazieren geht, freut sie sich an der Natur im Quartier mit den breiten Grünzügen. Sie wohnt ebenfalls im Musikerviertel. An einem Hang hat sie mehrfach einen Dachs beobachtet. „Den gibt es dort schon lange“, berichtet sie. Er hält sich offensichtlich in einem großen Fuchsbau auf, der im Hang angelegt ist. Die unterirdischen Bauten sind oft weit verzweigt, Dachse nutzen sie gerne als Zweitmieter. Zuletzt hat Beate Eppler den Dachs im Herbst vor dem Bau gesehen. Er habe sich dort angesichts der vielen Haselnüsse und Eicheln am Hang sichtlich wohlgefühlt. Zuletzt seien aber nur Füchse zu sehen gewesen: „Sie sitzen morgens in der Sonne.“
Beate Eppler sieht die Dachse im Musikerviertel nicht als Problem oder Störung an. Sie freut sich vielmehr über die Bereicherung der Natur: „Ich finde das ganz toll.“
In der Stadtverwaltung sind die vielen Stadtfüchse in Konstanz immer wieder Thema. Menschen sind verunsichert wegen der möglichen Übertragung von Krankheiten. Daher hat das Amt für Stadtplanung und Umwelt einen Ratgeber zum Thema Stadtfüchse herausgebracht. Bürger bekommen Tipps, was sie im Garten beachten sollten, wenn dort auch Wildtiere leben oder auf ihren Streifzügen vorbeikommen. Der Ratgeber ist auf dem Bürgeramt zu bekommen. Der Dachs sei bislang in Siedlungen nicht aufgefallen, berichtet Kreisjägermeister Karlheinz Störzer. In den vergangenen Jahren habe der Bestand im Landkreis aber allgemein stark zugenommen.

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