Konstanz Bunter Abend der Moorschrat: Viele Glanzpunkte an einem Abend

Die Bühnenfasnacht der Moorschrat begeistert das Publikum. Ballette, Sprechrollen und Fanfarenzug sorgen für beste Stimmung in der Kapitän-Romer-Halle.

Jede Menge Glanzpunkte setzte die Narrenzunft Moorschrat bei ihren Bunten Abenden. Gleich beim Einmarsch trug der Fanfarenzug musikalisch frischen Wind in die Kapitän-Romer-Halle. Unter Leitung von Elmar Rudolf haben die Musiker hörbar ihre Qualität gesteigert. Kurz vor dem Finale unterhielt der Fanfarenzug die begeisterten Zuschauer zum Après-Ski. Elmar Rudolf hat bis auf "Die Fischerin von Bodensee" alle Stücke fünfstimmig neu arrangiert. "Ein Kraftakt", sagte der Dirigent über diese herausragende Leistung. So macht Musik richtig Spaß.

Frau Holles Vertretungsteam mit Petra Pfau, Alexandra und Sandra Gieß war eine echte Gute-Laune-Nummer. Die drei Frauen hatten Frau Holle zu vertreten, die wegen des Burnout-Syndroms eine Auszeit nehmen musste. Von ihren Wolken 0190, 4711 und 0815 aus hatten sie es vier Stunden lang – so der Auftrag ihres himmlischen Chefs – aus ihren Kissen kräftig schneien zu lassen. Als es ihnen zu langweilig wurde, ließen sie sogar bunten Schnee herabrieseln. Herrlich!

Echte Knaller boten wieder einmal die Tanzeinlagen der vier Ballettgruppen, die sich allesamt Zugaben verdienten. Gleich zu Beginn hatten die Tänzer des Kinder- und Jugendballetts als Eisköniginnen die Besucher richtig in Stimmung versetzt. "Herzig" und "herrlich" lauteten zwei Kommentare aus dem Publikum. Das Gardeballett erreichte wohl die schnellste Zugabe-Aufforderung des Premierenabends. Die Tänzer des Männerballetts brachten als schmutzige Schneeflöckchen die weiblichen Besucher zum kollektiven Kreischen. Als sie sich ihrer Korsagen entledigten, gab es kein Halten mehr. Während die Männer zahlenmäßig zulegten, hatte das Damenballett in der Vorbereitung personell größere Verluste zu verkraften. Davon war jedoch nichts zu spüren, denn die jungen Frauen eroberten raumgreifend die Bühne.

Viel zu lästern gab es am Glühweinstand für Yvonne Spöttl, Birgit Kohler und Petra Günther mit den Kindern Svenja Becker und Philipp Eisenbarth. Eine "schöne Bescherung" hatten Yvonne Spöttl und Peter Eisenbarth mit den Kindern David Eisenbarth und Timon Gloger. Letzterer brachte ein herrlich-schräges Trompetensolo. Am Skilift trafen drei nicht harmonierende Sprachkulturen aufeinander: der Sachse Thomas Kuhn, der Schweizer Joachim Görig und der einheimische Dettinger Thomas Gloger stahlen sich mit viel Wortwitz gegenseitig die Schau.

Ein Gewinn für den Bunten Abend war auch Neuling Pius Rawitzer. Der Jugendliche war mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, wie er dem SÜDKURIER anvertraute. Aber an seiner Rolle als Service-Elfe gab es wirklich nichts auszusetzen. Zu Hause bei Clausens hatte er den vom Ehepaar Claus (Freddy Huff und Nicolas Spöttl) geschrotteten Elektro-Schlitten zu reparieren.

Als zwei heilige Dreikönige Kaspar und Balthasar führten Christoph Brugger und Peter Eisenbarth durchs Programm. "Es ist saukalt in diesem Land, da verleidet's dir jede Mission", schimpfte Kaspar, während Balthasar vergeblich den Weg zum Stall mit dem Herrgottskind mittels seines iHolz von Apfel suchte. Immerhin erreichte die beiden irgendwann die Erkenntnis, dass sie 2017 Jahre zu spät dran waren.

 

Mitwirkende

  • Vordergrund: Unter dem Motto "Winterwunderland – Moorschrat außer Rand und Band" traten auf: Yvonne Spöttl, Birgit Kohler, Petra Günther, Svenja Becker, Philipp Eisenbarth, Freddy Huff, Nicolas Spöttl, Pius Rawitzer, Timon Gloger, David Eisenbarth, Peter Eisenbarth , Joachim Görig, Thomas Kuhn, Thomas Gloger, Alexandra Gieß, Sandra Gieß, Petra Pfau und Christoph Brugger, Fanfarenzug unter Leitung von Elmar Rudolf, Kinder- und Jugendballett sowie das Gardeballett unter Leitung von Beate Huff, Nathalie Huff und Jasmin Jeschke, Männerballett unter Leitung Sonja von Aulock und Doris Waldraff, das Damenballett leitete sich selbst.
  • Hintergrund: Das Bühnenbild gestalteten Carina Helmlinger (Idee, Leitung) und Akteure. In der Maske wirkten Carina Helmlinger und Petra Günther. Ton und Beleuchtung steuerten Ingmar Spöttl und Kai Görig. Die Bühnentechnik verantworteten Axel Görig, Florian Waldraff und Lukas Babulenko. Für die Kulissen zuständig war Joachim Görig. Die Regie führte Peter Eisenbarth. Die Gesamtleitung inne hatte Thomas Gloger. Für die musikalische Rahmenunterhalten waren die Tramps verantwortlich. (nea)

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