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Konstanz Bürger sollen Ideen für Litzelstetter Ortsmitte liefern

Das Wobak-Gelände an der Martin-Schleyer-Straße steht im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen in den Wettbewerb zur neuen Ortsmitte eingehen.

Sie setzen sich für die Litzelstetter Ortsmitte und die Bürgerbeteiligung ein: Baubürgermeister Kurt Werner (links) und Projektleiter Jochen Friedrichs.
Sie setzen sich für die Litzelstetter Ortsmitte und die Bürgerbeteiligung ein: Baubürgermeister Kurt Werner (links) und Projektleiter Jochen Friedrichs. | Bild: Aurelia Scherrer

Ortsmitte heißt das Thema in Litzelstetten. Die Bürger des Teilortes haben nichts, was diesen Namen verdienen könnte. Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses haben sie jetzt die Chance, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen einzubringen. Die Spurgruppe (siehe Erklärtext unten) arbeitet bereits mit Vollgas. Der Termin für den Bürgerworkshop wurde auf den 1. Dezember datiert. Obwohl der Prozess im Gange ist, herrschen Zweifel in Litzel stetten. Hat die Beteiligung Sinn? Werden die Ideen der Bürger letztlich überhaupt berücksichtigt oder baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft Konstanz (Wobak) auf dem 1300 Quadratmeter großen Areal an der Martin-Schleyer-Straße letztlich doch nur, was sie will?

Bürgermeister Kurt Werner, der den Bürgerbeteiligungsprozess in Litzel stetten forciert hat, beruhigt: „Es geht nicht darum, schöne Pläne zu machen, sondern darum, dass die Bürger aktiv bei den Zukunftsaufgaben mitwirken und die Rahmenbedingungen stecken.“ Im vergangenen Jahr hatte Werner arrangiert, dass sich 24 Architekturstudenten mit der Gestaltung einer Ortsmitte beschäftigten. „Sie haben sich intensiv mit dem Ort auseinandergesetzt, eine Mitte definiert und einen Blumenstrauß an Möglichkeiten entwickelt“, ist Kurt Werner zufrieden. Es ist nun auch gelungen, den Bürgerbeteiligungsprozess in das Zukunftsprojekt Erde des Bundesforschungsministeriums als Pilotprojekt aufzunehmen.

Jetzt geht es darum, dass sich die Bürger konkret mit der zukünftigen Ortsmitte auseinandersetzen. Die daraus abgeleiteten Ziele und Rahmenbedingungen sollen Bestandteil des Architektenwettbewerbs sein, der im Sommer 2013 ausgelobt wird. „Dieser beinhaltet die Aufwertung der Ortsdurchfahrt des Ortskerns“, so Werner, der dabei das Gebiet von Milchhäusle und Schule bis zum katholischen Gemeindehaus im Blick hat. Die Wettbewerbsjury, so sichert Werner zu, solle zusätzlich mit zwei bis drei Delegierten der Litzelstetter Spurgruppe besetzt werden.

Es gehe aber auch um „eine konkrete Auseinandersetzung mit dem Wobak-Areal“, so Werner, denn das zu überbauende Gelände an der Martin-Schleyer-Straße sei „ortsbildprägend“: „Es ist wie ein Gelenk und hat an dieser Stelle eine wichtige Bedeutung.“ Der Baubürgermeister erwartet hier „einen Neubau, der auch von der Nutzung her dazu dient, die Ortsmitte aufzuwerten“. Aus Sicht des Baubürgermeisters sollte das neue Wobak-Gebäude eine gesunde Mischung an Handel, Dienstleistung und Wohnen beinhalten, das Litzelstetten aufwertet. Kurt Werner betont: „Es ist ein wesentlicher Baustein zur Belebung und Aufwertung der Ortsmitte. Die Wobak macht mit und ist Bestandteil des Beteiligungsprozesses.“ Für das Wobak-Areal werde es keine isolierte Planung geben, betont Werner.

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