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Konstanz Bürger fürchten Verkehrschaos

14.08.2012
Konstanz -  Die Bürgergemeinschaft Allmannsdorf sieht die Notwendigkeit, vor allem im Aeschen- und Renkenweg den Verkehr zu beruhigen und eine neue Parkordnung zu schaffen. Hintergrund sind die zu erwartenden neuen Belastungen durch das neue Wohnviertel „Seeside“ auf dem Brunner-Areal mit sieben Häusern und 50 Eigentumswohnungen.

Ortstermin auf dem Brunner-Areal in Allmannsdorf: Alexander Gebauer (von links) und Sven Martin von der Bürgergemeinschaft suchen das Gespräch mit Sylvio Michelitsch und Achim Geisbauer von den Projektentwicklern. Stadtrat Peter Müller-Neff kam ebenfalls zur Diskussion.  Bild: Rindt

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Obwohl auf dem Areal noch kräftig gebaut wird, sind die ersten drei Eigentümer auf eigenen Wunsch schon eingezogen. Ab Dezember werden nach Angaben des Projektentwicklers die restlichen Wohnungen an der Ruppanerstraße übergeben, im Juni kommenden Jahres folgen die Wohnungen am Aeschenweg. Derzeit seien nur 14 Wohnungen nicht verkauft.

Zu den Neubauten gehören eine Tiefgarage mit 73 Plätzen sowie vier oberirdische Stellflächen für Besucher. Diese sollen nicht an Privat verkauft werden, hieß es von Seiten der Projektentwickler auf Nachfragen. Die Bürgergemeinschaft fürchtet ein Verkehrschaos in den engen Zufahrtstraßen. Schon heute seien diese stark durch parkende Autos belastet, darauf weisen der ehemalige Vorsitzende Alexander Gebauer sowie sein Nachfolger Sven Martin hin. Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Projektentwicklers brachten sie ihre Sorgen zum Ausdruck. Gebauer und Martin sehen vor allem die Gefahr, dass künftig so viele Autos am Straßenrand parken, dass nur noch die Einfahrten und Anliegerzufahrten offen bleiben. Anwohner und Kinder seien gefährdet, wenn diese auf die Straße träten. Gebauer und Martin schlagen eine Verkehrsberuhigung durch die versetzte Anordnung der Parkplätze vor. Ihnen ist klar, dass dadurch Parkraum wegfallen würde.

Stadtrat Peter Müller-Neff (Grüne) beklagt, es sei vor dem Bau versäumt worden, eine Lösung für die Park- und Zufahrtproblematik zu finden. Stadträtin Gabriele Weiner (Freie Wähler) stimmte ihm zu. Müller-Neff vertrat die Meinung, es hätte ein Bebauungsplan aufgestellt und ein Straßenkonzept festgeschrieben werden müssen. „Vier Besucherparkplätze für 50 Wohnungen, das ist zu wenig.“ Kritisch sieht er auch die Vorstellungen des Projektentwicklers, nachdem die Räder der Anwohner ebenfalls in der Tiefgarage unterkommen sollen. Dort sind Stellplätze vorgesehen, nicht aber vor den Häusern. Die Eigentümergemeinschaft könne dies aber noch ändern, wenn sie das wolle, sagte Achim Geisbauer, Geschäftsführer der Hofkammer Projektentwicklung.

Durch das neue Wohnviertel wird von der Ruppanerstraße zum Aeschenweg ein begrünter Weg führen, den die Öffentlichkeit nutzen kann. Die Dächer der Häuser werden begrünt.

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