Der betrunkene Mann gab sich in einer Disko als Justizmitarbeiter aus und wollte die Einsatzkräfte belehren. Zuvor hatte er mit seinem Gipsarm ein Waschbecken zertrümmert.
Allerhand Belehrungen mussten sich Polizisten am Donnerstagmorgen in einer Disko im Industriegebiet anhören. Dort gab sich ein Mann als Angehöriger der Justiz aus und wollte alles besser wissen.
Ein neutraler Zeuge hatte zuvor beobachtet, wie der mit 1,72 Promille alkoholisierte 26-Jährige in der Herrentoilette mit seinem Gips-Arm auf ein Waschbecken schlug und dieses dadurch zerstörte. Der Gips und sein Arm trugen dementsprechende Spuren davon, die die Polizisten fotografierten. Der 26-Jährige widersprach: Er sei von einem Unbekannten geschlagen worden und beim Fallen sei das Waschbecken zerstört worden. Als Beweis führte er seinen abgebrochenen Schneidezahn an.
Verletzungen an der Lippe oder am Zahnfleisch, wie bei einer solchen Auseinandersetzung zu erwarten gewesen wären, konnten die Beamten bei ihm jedoch nicht feststellen. Den Schaden in der Toilette schätzt die Polizei auf etwa 250 Euro, wie die Direktion mitteilte.
Nun muss sich der junge Mann nicht nur wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung verantworten, sondern auch wegen Amtsanmaßung.