Mein
30.05.2012  |  0 Kommentare

Konstanz Behörde untersucht Flugzeugabsturz

Konstanz -  Nach dem Absturz einer einmotorigen Maschine am Konstanzer Flugplatz laufen die Ermittlungen nach der Unfallursache auf Hochtouren.

Die Unglücksstelle: Mitglieder der Konstanzer Feuerwehr löschen das brennende Flugzeugwrack, aus dem sich die Insassen noch rechtzeitig retten konnten.  Bild: FFW/Lars Heilmann



Nach dem Absturz einer einmotorigen Maschine am Konstanzer Flugplatz laufen die Ermittlungen nach der Unfallursache auf Hochtouren. Wie die Polizeidirektion auf Anfrage mitteilte, habe die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ihre Arbeit aufgenommen. Diese hat ihren Sitz in Braunschweig und ein Mitarbeiter nimmt zusammen mit der Kriminalpolizei Konstanz das Wrack unter die Lupe. Ein 48-jähriger Mann ist mit seiner 31-jährigen Begleiterin am Sonntagmorgen vom Konstanzer Flugplatz aus gestartet und kurz danach mit der Maschine im Gewann Göldern niedergegangen (wir berichteten). Zeugen, so die Polizei, hätten beobachtet, wie das Flugzeug zuvor mehrere Baumwipfel gestreift hatte. Der Pilot und die Frau konnten sich aus dem stark demolierten und brennenden Flugzeug noch befreien. Allerdings hätten sie Brandverletzungen erlitten, erklärte Polizeisprecher Fritz Bezikofer am Dienstag. Der 48-jährige Mann wurde am Sonntag in eine Spezialklinik nach Tübingen geflogen. Bis wann die Ermittlungen zur Absturzursache geklärt sind, konnte die Polizei nicht sagen. Die Ergebnisse werden in einem Gutachten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zusammengefasst. Sie existiert seit 1998 und ist dem Bundes-Verkehrsministerium nachgeordnet. Die Stelle hat die Aufgabe, unabhängig und ohne Einfluss von Dritten Flugunfälle und schwere Störungen im Flugverkehr zu untersuchen.

Die Behörde war bereits vor zwei Jahren aktiv, als am Konstanzer Flugplatz eine kleine Maschine abgestürzt ist. Damals saß im Cockpit ein Berufspilot und das Flugzeug vom Typ Elster der Firma Pützer war frisch gewartet. Die Absturzstelle lag am hintersten Eck des Flugplatzes. Bei dem Unglück kamen der 51-jährige Pilot und sein 61-jähriger Fluggast ums Leben. Sie waren aus Nordrhein-Westfalen für den Besuch eines Bekannten am Bodensee angereist. Die Absturzursache blieb unklar. Bei dem Unglücksflugzeug handelte es sich laut Experten um eines der letzten Exemplare des Typs Elster.

Immer wieder kommt es am Konstanzer Flugplatz zu Flugzeugabstürzen und Unfällen mit Verletzten und Toten. Jedes Mal stellt sich danach auch die Frage, wie sicher der Flugplatz ist. Lesen Sie alles darüber in unserem Themenpaket.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014