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Konstanz Bahn frei für großes Schwaketenbad

Der Gemeinderat beschließt den Neubau bis 2019. Das neue Schwaketenbad wird größer, moderner – und teurer.

4. Juli 2015. Vielen Konstanzern ist dieser Tag noch gut in Erinnerung. Damals ging das Schwaketenbad in Flammen auf. Jetzt sollten sich all jene ein neues Datum im Kalender anstreichen: Oktober 2019. Läuft alles nach Plan, wird dann das neue Schwaketenbad feierlich eröffnet. Einstimmig hat sich der Konstanzer Gemeinderat gestern Abend für die große Variante des Schwaketenbads 2.0 entschieden. Das bedeutet: Das neue Bad wird ein zweites 25-Meter-Schwimmbecken mit sechs Bahnen haben.

Klar war durch alle Fraktionen hinweg: Konstanz braucht dieses größere Bad. "Es gibt da keine Alternative, wenn man sich allein die Bevölkerungsentwicklung ansieht", so Johann Hartwich (FDP). Die Stadt wird weiter wachsen – und mit ihr auch der Bedarf an Schwimmflächen. Vor allem die Vereine und der Hochschulsport der Universität betonten in den Vorgesprächen immer wieder, dass die Nachfrage durch zusätzliche Angebote auch zu steigern wäre. Die Planer rechnen mit einem Besucherplus von 15 Prozent im Vergleich zum alten Bad. Mit dem zweiten Schwimmerbecken kann das öffentliche Schwimmen und die Vereinsausbildung separat laufen.

Gläserne Fassade, eine zweite Rutsche, großes Foyer: Das neue Schwaketenbad wird größer, moderner und energieeffizienter. Nachdem der Gemeinderat die Planung einstimmig beschlossen hat, könnte der Bau im Dezember 2017 starten und die Eröffnung 2019 erfolgen. In dieser Skizze ist die Sicht von der Liegewiese aus zu sehen. <em>Bild:Behnisch Architekten</em>
Gläserne Fassade, eine zweite Rutsche, großes Foyer: Das neue Schwaketenbad wird größer, moderner und energieeffizienter. Nachdem der Gemeinderat die Planung einstimmig beschlossen hat, könnte der Bau im Dezember 2017 starten und die Eröffnung 2019 erfolgen. In dieser Skizze ist die Sicht von der Liegewiese aus zu sehen. Bild:Behnisch Architekten | Bild: Behnisch Architekten

Die große Lösung kostet aber eben auch: Im Bau (rund 28,3 Millionen Euro), als auch in den Betriebskosten (800 000 Euro mehr pro Jahr als eine kleinere Variante). Einig war sich deshalb auch die Mehrheit des Gemeinderats: Alle müssen ihren Anteil dazu beitragen, um das Großprojekt stemmen zu können. Die Stadt, die Stadtwerke, die Vereine, die Schwimmgäste – und nicht zuletzt die Universität. Von der Versicherung erhält die Bädergesellschaft lediglich die Summe, die der Aufbau des abgebrannten Bads kosten würde. Das sind mindestens 12,3 Millionen Euro. Die Stadt erhöht die jährliche Bäderausgleichszahlung an die Stadtwerke von maximal 2,5 Millionen Euro auf bis zu 2,9 Millionen Euro. Zudem wird der Eintritt für die Badegäste künftig mehr kosten. Wie viel, ist noch nicht endgültig beschlossen, aber die Bädergellschaft hat bereits ein neues Preiskonzept vorgeschlagen. Demnach würden Erwachsene künftig abhängig davon zahlen, wie lange sie bleiben: Von 1,5 Stunden (5,50/ermäßigt 4 Euro) bis zu einem Tag (9,50/ermäßigt 7 Euro). Die 12er-Karte würde abgeschafft, der Bäderpass, vor allem für Familien, bleibt. Wie viel die Uni beziehungsweise das Land beisteuert, stehe noch nicht endgültig fest, so Bürgermeister Andreas Osner. Diverse Stadträte, darunter Jürgen Ruff (SPD) forderten, diesbezüglich Druck zu machen.


 

Pläne für das neue Bad

Das Architekturbüro Behnisch aus Stuttgart überzeugte die Fachjury mit ihrem Entwurf für das neue Schwaketenbad. Demnach soll es 8663 Quadratmeter Bruttogrundfläche haben. Der Haupteingang wird sich näher am Parkplatz und an der Bushaltestelle befinden. Im Foyer gibt es genug Platz für zwei wartende Schuklassen. Für Menschen mit Behinderung gibt es spezielle Umkleiden. Nach Süden gibt es eine Sonnenterasse. Das Restaurant kann auch nach der Schließung des Bads geöffnet sein, dank eines seperaten Eingangs. Auch das Thema Energieeffizienz wird eine große Rolle spielen. (sap)

 

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