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Konstanz Auf dem Weg zur Solarstadt

Rund 70 Konstanzer tüftelten bei einem Workshop an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) an Ideen, wie man Konstanz zu einer Solarstadt machen kann. Wo gibt es in Konstanz freie Flächen, die sich für Fotovoltaikanlagen eigenen?

Mit bunten Solarzellen könnte man Gebäude wie dieses im Modell von HTWG-Studenten nicht nur energieeffizient, sondern auch optisch ansprechend gestalten. Das Projektteam freut sich auf die Konzepte eines Workshops.  Von links:  Thomas Stark (HTWG), Nadine Nieveler (HTWG)  Kristian Peter (ISC), Martin Wichmann (Stadt Konstanz), Wolfgang Himmel (Translake).
Mit bunten Solarzellen könnte man Gebäude wie dieses im Modell von HTWG-Studenten nicht nur energieeffizient, sondern auch optisch ansprechend gestalten. Das Projektteam freut sich auf die Konzepte eines Workshops. Von links: Thomas Stark (HTWG), Nadine Nieveler (HTWG) Kristian Peter (ISC), Martin Wichmann (Stadt Konstanz), Wolfgang Himmel (Translake). | Bild: Russ

Mit dieser Frage beschäftigten sich Architekten, Physiker und Studenten, aber auch ganz normale Bürger und Eigenheimbesitzer, die am Ideenwettbewerb Solarkonzept Konstanz im Rahmen der Zukunftswerkstadt teilnehmen.

Dieses Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, für das Konstanz sich unter 16 Städten erfolgreich bewarb, ist auf eine gewinnbringende Kommunikation zwischen Fachleuten und Bürgern ausgerichtet. Das Teilprojekt „Spitzenforschung und Bürgerwerkstatt“, zu dem dieser Ideenwettbewerb gehört, ist nach genau diesem Prinzip angelegt. „Die Bürger kennen ihre Stadt am besten“, so Professor Thomas Stark von der HTWG, der zum Projektteam gehört. Von deren Ideen könnten daher die Insider profitieren, die dann ihr Fachwissen einbringen.

Zudem sei die Beteiligung der Bürger für ihn von Bedeutung, da „Solarenergie ganz erheblich die gestalterische Umwelt prägt und man sensibel überlegen muss“, so der Ingenieur, der sich bestens mit der Einbindung von Solarzellen in die Architektur auskennt. Denn um den Strombedarf von derzeit 20 Prozent erneuerbarer Energien bis 2050 auf 80 Prozent zu steigern, wie es das Energiekonzept der Bundesregierung vorsieht, sind erheblich mehr Fotovoltaikanlagen notwendig, auch in Konstanz.

In der Altstadt sind Fotovoltaikanlagen nicht zulässig, da diese als Ensemble denkmalgeschützt ist. Aber diese vergleichsweise kleine Fläche spiele auch keine Rolle, erklärt Kristian Peter vom International Solar Energy Research Center (ISC) in Konstanz, das auch am Projekt beteiligt ist. Es gebe genug andere Möglichkeiten.

Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Burchardt und vier kurzen Vorträgen beugten die Teilnehmer des Workshops sich in zehn Kleingruppen über Stadtpläne von Konstanz und suchten nach nutzbaren Flächen, wie Flachdächer von Industriegebäuden und Freiflächen.

Aber auch auf fantasievolle Ideen kamen die Gruppen: Ein Solardach über der Fahrradbrücke über den Seerhein, eines am Fährehafen in Staad, ein Tomaten-Port in Schrebergärten bis hin zu einer Solarinsel auf dem Bodensee. „Es war eine Superstimmung“, so Moderator Wolfgang Himmel von der Translake GmbH.

Für ihre besten drei Ideen erarbeitet jede Gruppe in den nächsten Wochen ein Investoren-Exposé. Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit müssen die Teilnehmer untersuchen, außerdem gehört ein gestalterisches Konzept dazu. Die Verwendung von farbigen Solarzellen, wie sie das ISC entwickelt, könnte etwa für eine optische Aufwertung sorgen. Studenten der HTWG unterstützen die Gruppen durch Fotomontagen und 3-D-Entwürfe. Der beste Entwurf soll in Konstanz realisiert werden. Welche Wettbewerbsidee die Jury aus Fachleuten überzeugt, berichtet der SÜDKURIER nach der Präsentation am 26. Januar 2013.

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