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Konstanz Asbest an der Uni: Studenten und Uni arbeiten an Lösung

07.11.2010


Nach dem Schock für viele Studierende und Uni-Mitarbeiter suchen die Beteiligten nun nach einer Lösung. Es soll schnell sichergestellt werden, dass die Uni-Bibliothek wieder genutzt werden kann.

Der Krisenstab, die Bibliothek sowie die Akademische und die Studentische Abteilung der Universität arbeiten mit Hochdruck daran, Lösungen für Studenten und Dozenten zu finden.

Bereits in der kommenden Woche sollen Ideen entwickelt werden, wie die Betroffenen an ihre Literatur kommen und wie mit anstehenden Prüfungen umgegangen werden soll. „Wir werden auch mit anderen Bibliotheken des Landes Kontakt aufnehmen“, sagte Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz.

Viele Studenten sind verunsichert, wie es nun weitergeht und wann sie wieder an die benötigten Bücher kommen. Johanna Rupp, Studentin der Politik- und Verwaltungswissenschaft, sagt: „Es ist natürlich schon ziemlich radikal, wenn die ganze Bibliothek auf einmal geschlossen wird – eine schrittweise Schließung wäre sicher besser zu verkraften, aber man weiß ja noch nicht genug über die Verbreitung der Asbestfasern.“

Besonders störe sie der fehlende Zugang zu Kopierern und Druckern. „Aber da lässt sich ja vielleicht an der Uni eine andere Lösung finden. Sonst muss man halt schauen, welche Texte man online lesen kann“, sagt Johanna.

Der Allgemeine Studierendenausschuss Asta ist auch schon aktiv. Mitglied Dennis Junghans, studentischer Vertreter im Senat, lobt die Zusammenarbeit mit dem Rektor der Universität. Momentan arbeite der Asta mit dem Krisenstab der Uni zusammen. „Wichtig ist uns natürlich, dass Klausurtermine und Abgabefristen von Hausarbeiten nach hinten verlegt werden“, sagt er.

In einem eigenem Krisentreffen habe der Asta zudem Ideen entwickelt, um den Kommilitonen zu helfen: Eine Tauschbörse von gerade nicht benötigten Privatbüchern oder das Einstellen von Literatur ins Internet könnten die Situation erleichtern. Computerarbeitsplätze, die momentan vor allem in der Bibliothek stehen, sollen nach einer Reinigung ausgelagert werden und in anderen Räumen zur Verfügung stehen. „Der Asta steht als Ansprechpartner für Studenten zur Verfügung“, sagt Dennis Junghans.

Auch ein Expertenteam der Universität Konstanz berät Mitarbeiter und Nutzer telefonisch und per E-Mail. Diesem Expertenteam gehört auch Hannes Winterer vom Amt für Gesundheit und Versorgung an. „Asbest ist gesundheitsgefährdend. Aus diesem Grund wurde die Schließung zum Schutz der Mitarbeiter und Nutzer unverzüglich vorgenommen. Dezidierte Aussagen zu den Folgen für den Einzelnen können wir aber leider nicht treffen“, so Winterer. (hep/kis)


Hintergrund: Asbest in der Konstanzer Uni-Bibliothek
Hintergrund: Asbest war Zufalls-Fund Pressekonferenz zum Asbestfund in der Uni-Bibliothek
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