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Konstanz An fünf Standorten wird eine ganze Nacht lang Energie frei gesetzt

Premiere in Konstanz: Am 17. Juli steigt die „Lange Nacht der Wissenschaft“. Faszinierendes Programm für Kinder und Erwachsene

In Konstanz dreht sich am 17. Juni ab 18 Uhr an fünf Veranstaltungsorten alles um das Thema Wissenschaft.
In Konstanz dreht sich am 17. Juni ab 18 Uhr an fünf Veranstaltungsorten alles um das Thema Wissenschaft. | Bild: Bild: SK-Archiv

An fünf Standorten lässt die „Lange Nacht der Wissenschaft“ in Konstanz die Energie und ihre Erforschung sichtbar werden. Was ist Energie? In der Physik messen wir sie in Joule, in unseren Häusern und Autos wollen wir sie sparen, am Mittagstisch führen wir sie unseren Körpern zu und auf dem Sportplatz will der Athlet sie wieder loswerden. Unsere Städte versorgen wir mit Energie, doch auch unserem Willen schreiben wir eine Energie zu – und so manch einer musste schon wegen seiner kriminellen Energie hinter Schloss und Riegel.

Tagtäglich machen wir ganz selbstverständlich von Energie Gebrauch und trotzdem bleibt sie abstrakt und ist für uns nicht zu greifen. Die Konstanzer „Lange Nacht der Wissenschaft“ hat das Anliegen, das Phänomen „Energie“ in all seiner Vielfalt sichtbar werden zu lassen. Eine Nacht lang versammelt die Konstanzer Großveranstaltung am Samstag, 17. Juli, ab 18 Uhr an fünf Standorten wissenschaftliche Vorträge und interaktive Experimente. Sie ermöglicht Diskussionen mit Experten aus der Forschung und zeigt auf, wie sich die Energieversorgung unserer Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft gestalten kann. Doch ebenso sehr wie eine Expertise zum Thema Energie ist die „Lange Nacht der Wissenschaft“ ein Moment, in dem für jedermann eine Begegnung mit Wissenschaft und Forschung möglich wird.

„Das Entscheidende ist die direkte Begegnung mit den Wissenschaftlern“, bekräftigt Andreas Gundelwein, Koordinator der Ausstellung „Entdeckungen: Energie“ und einer der Initiatoren der „Langen Nacht der Wissenschaft“. Die „Lange Nacht der Wissenschaft“ bringt ihre Besucher in persönlichen Kontakt zu hochkarätigen Wissenschaftlern und deren Forschung. Sie erlaubt es ihren Gästen, zu wissenschaftlichen Themen persönlich nachzufragen und die Standpunkte der Forscher aus erster Hand kennenzulernen. Die Wissenschaftsnacht markiert somit eine Berührung zwischen Forschung und Öffentlichkeit. „Ihre Aufgabe ist, Wissenschaft zu kommunizieren – das Interesse an und das Verständnis für Wissenschaft zu fördern“, bestätigt Gundelwein.

Nicht nur ein Veranstaltungsort wurde für die „Lange Nacht der Wissenschaft“ ausgewählt, sondern gleich fünf Standorte von fünf Ausrichtern. In dieser Vielseitigkeit findet die Spannweite des Themas Energie, aber auch die Verknüpfung von Forschung und Alltagsleben ihren Ausdruck. Sei es auf der Blumeninsel Mainau, auf der Bildungsfähre der Stadt Konstanz, im Betriebshof der Stadtwerke Konstanz GmbH oder in den Laboren und Hörsälen der Universität Konstanz und der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG). Die Veranstalter taten sich gerne zusammen, denn alle sind vollkommen überzeugt von der Sinnhaftigkeit der Wissenschaftsnacht. „Konstanz denkt auch 2010 grenzenlos weiter. Die lange Nacht der Wissenschaft stellt dabei ein Mosaikstein auf unserem eingeschlagenen Weg zu einer Stadt der Wissenschaft und Bildung dar“, sagt der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank. „Zum einen wollen wir den Image- und Strukturwandel der Region fördern, indem wir für Unternehmen und qualifizierte Arbeitnehmer als attraktiver Bildungs- und Wissenschaftsstandort wahrgenommen werden. Zum anderen wollen wir mit solchen Angeboten die Menschen auf dem Weg in die Wissenschaftsgesellschaft begleiten und durch bessere Vermittlung von Bildungs- und Wissenschaftsthemen ihnen den Zugang erleichtern.“

Kai Handel, Präsident der HTWG, bestätigt: „Mit der Langen Nacht der Wissenschaft wird die Initiative „grenzenlos denken“ in spannender Weise fortgesetzt. Ich freue mich, dass die HTWG sich als eines der Kraftzentren der Stadt und der Region präsentieren kann. Unser facettenreiches Programm macht die Vielfalt der Lehr- und Forschungsthemen der HTWG anschaulich – für kleine und große Besucher.“

Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, ist beeindruckt von der Begeisterung aller Mitwirkenden: „Es freut mich, dass sich sehr viele Mitglieder der Universität sofort bereiterklärt haben, mit Vorträgen und Präsentationen zur Programmgestaltung der „Langen Nacht der Wissenschaft“ beizutragen. Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Veranstaltung und der Transfer von Wissenschaft und Öffentlichkeit für uns haben. “ Rüdiger ist überzeugt: „Die „Lange Nacht“ ist ein großer Gewinn für die Stadt Konstanz, die Region und alle Veranstalter.“ Auch die Stadtwerke Konstanz reiehen sich gerne zu den Veranstaltern, denn, wie Geschäftsführer Kuno Werner äußert: „Wir möchten mit unserer Teilnahme für das Thema Energie, das für viele so selbstverständlich ist, Interesse wecken.“

Gräfin Bettina Bernadotte von der Insel Mainau ist galante Gastgeberin: „Ich freue mich, die Besucher der „Langen Nacht der Wissenschaft“ auf der Mainau zur Ausstellung „Entdeckungen 2010: Energie“ bei Jazz-Musik und Cocktails begrüßen zu können.“ Und sie macht neugierig: „Erleben Sie eine Insel voller Energie mit einem abwechslungsreichen Programm – ab 18.00 Uhr in den 18 Pavillons der Ausstellung für die ganze Familie und ab 21.30 Uhr auf der Schlosswiese mit Science Show und Live-Musik.“

Die Besucher erwartet am 17. Juli ab 18 Uhr also ein ebenso lehrreiches wie unterhaltsames Programm aus Vorträgen, Ausstellungen und Diskussionen. Das wissenschaftliche Programm ist mit einem Schwerpunkt für Kinder und Jugendliche konzipiert; ein buntes Rahmenprogramm, Kinderbetreuung und kulinarische Entdeckungen runden das Angebot ab. Ab 23 Uhr geht das wissenschaftliche Programm der „Langen Nacht der Wissenschaft“ in ein gemeinsames Fest auf der Insel Mainau über. Alle Veranstaltungen sind kostenlos; ein unentgeltlicher Service der Stadtwerke Konstanz GmbH ermöglicht es allen Besuchern, in Bussen zwischen den Standorten zu pendeln.

Die Konstanzer „Lange Nacht der Wissenschaft“ wurde von der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee initiiert. Der Schwerpunkt „Energie“ steht in thematischem Bezug zur Ausstellung „Entdeckungen 2010: Energie“. Diese Ausstellung wird von der Stiftung Lindauer Nobel-

preisträgertreffen am Bodensee in Zusammenarbeit mit der Mainau GmbH organisiert und findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres bis August 2010 auf der Mainau statt.

Die Wissenschaftsnacht wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das 2010 zum Wissenschaftsjahr „Die Zukunft der Energie“ ausgerufen hat. Die Schirmherrschaft der Konstanzer „Langen Nacht der Wissenschaft“ trägt Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, gerne: „Die „Lange Nacht“ ist ein Höhepunkt des Konstanzer Wissenschaftsprogramms „grenzenlos denken“. Seien Sie mit mir gespannt auf das erste Ereignis dieser Art in Konstanz. Es erwartet Sie ein erlebnisreicher und ganz besonderer Abend.“

Im Internet:

www.konstanzer-wissenschaftsnacht.de

Energie ist unverzichtbar: Sportler benötigen sie, Energie kann die Haare zu Berge stehen lassen und man kann sie genussreich zuführen.
Energie ist unverzichtbar: Sportler benötigen sie, Energie kann die Haare zu Berge stehen lassen und man kann sie genussreich zuführen. | Bild: Bilder: han/dpa/technorama

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