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Konstanz Am Seerhein soll es jetzt weiter gehen

22.02.2011


Nach langem Hin und Her soll es nun endlich losgehen: Der Bau des geplanten Kompetenzzentrum soll in der nächsten Woche beginnen. Inzwischen haben sich die meisten Stadträte damit abgefunden, dass die großen Hoffnungen, die sich mit dem Bau verbunden hatten, nicht erfüllen werden.

In der kommenden Woche könnte eine fast neunjährige Planungszeit für ein Prestigeprojekt zu ihrem Abschluss kommen: Mit dem Spatenstich für das so genannte Kompetenzzentrum und die benachbarte Wohnbebauung am Seerhein endet vorerst auch die Debatte um das Projekt. „Es gab verschiedene, unvorhersehbare Hemmnisse, aber jetzt sind wir im Fluss und freuen uns auf den Baubeginn“, sagt Markus Pfeiffer, Vorstand der Cosmopolitan-Gruppe. Der Investor hatte das Projekt im vergangenen Jahr von dem bisherigen Planer Euroland übernommen. Für 40 Millionen Euro werden neben dem Firmenzentrum auch exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Bereits im Januar 2012 soll der erste Mieter in das Kompetenzzentrum einziehen, erklärt Pfeiffer. Das wäre dann endgültig der Startschuss für den Betrieb des geplanten Innovationszentrums für Hightechfirmen am Seerhein. Zuletzt hatten sich einige Stadträte besorgt über den verspäteten Baubeginn gezeigt. Nach jahrelangen Debatten fürchteten sie einen erneuten Rückschritt. Dazu werde es nicht kommen, gab Pfeiffer jetzt Entwarnung.

Man habe noch auf bestimmte Bescheide von der Stadt warten müssen, zudem sei das Wetter schlecht gewesen. Jetzt gehe es aber voran: „In der Vermietung sind wir schon erstaunlich weit dafür, dass das Gelände immer noch grüne Wiese ist. Grundsätzlich ist es doch so: Wir haben am allerwenigsten von den Verzögerungen. Uns wäre daran gelegen gewesen, möglichst bald zu starten. Für uns ist Zeitverlust auch Geldverlust“, so Pfeiffer. In zwei Bauabschnitten werden nun insgesamt 10 000 Quadratmeter neuer Gewerbeflächen entstehen.

„Aktuell sind rund 55 Prozent der Flächen im Kompetenzzentrum vermietet. Weitere Verträge stehen unmittelbar vor dem Abschluss. In den nächsten Monaten werden 75 Prozent der Flächen vermietet sein“, zeigt sich auch Walter Einsiedler, der Architekt des Projekts, zuversichtlich. Die Mieterstruktur des Hauses werde eng mit der Stadt abgestimmt. Wer hier einziehen darf, ist klar geregelt. Genau darum hatte es immer wieder Diskussionen gegeben.

Von den hochfliegenden Plänen eines Zentrums für Firmen aus Biotechnologie, Energietechnik oder medizinbezogenen Instituten sei nicht viel geblieben, so ein häufig geäußerter Vorwurf. Der Cosmopolitan-Manager Markus Pfeiffer weiß um diese Vorbehalte: „Man muss sich keine Sorgen machen um das Kompetenzzentrum. Wir bringen mit dem Projekt spannende Unternehmen nach Konstanz.“

Unterdessen gibt es eine neue Debatte über die Wohnbebauung, die Cosmopolitan unter dem Namen „Seerhein-Sinfonie“ plant. Hier sollen Luxus-Eigentumswohnungen entstehen. Nach den Konflikten zwischen Anwohnern und Parknutzern auf dem Heroségelände hatte die Stadt darauf gedrängt, keine Erdgeschosswohnungen zuzulassen. Der Investor hat sich letztlich dagegen entschieden. „Die Käufer der Wohnungen wissen um die Probleme der Ruhestörungen in den ersten vier Hofgärten. Bei den Verkaufsgesprächen wurde auf entsprechende Nachfragen offen geantwortet“, erklärt Architekt Einsiedler. Zudem gehe man davon aus, dass eine „Veredelung des Uferboulevards“ die Ruhestörer von alleine vertreibe. Die Situation der Häuser direkt am Herosépark sei auch nicht mit jener im hinteren Teil der Promenade zu vergleichen. Bei den jetzt geplanten Wohnungen sei zudem die Höhe der Erdgeschosswohnungen leicht angestiegen: „Sie liegen etwa 1,80 Meter über dem Uferboulevard“, sagt Walter Einsiedler. Sollte es trotz allem zu Konflikten kommen, sei ein Wachdienst eine Option, über die man zu gegebener Zeit nachdenke, so Einsiedler.



Kompetenzzentrum nimmt letzte Hürde
Streit um das Kompetenzzentrum
Und wieder ...
... anstatt die Ursachen zu beseitigen, oder dafür Lösungen zu finden, wird an den Symptomen ...
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