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Konstanz 2010 beginnt friedlich und neblig

02.01.2010


Der Jahreswechsel verlief in Konstanz friedlich. Zwar mussten Polizei und Feuerwehr häufig zu Einsätzen ausrücken, zumeist waren es nur kleinere Anlässe. Nur einmal gab es ein mulmiges Gefühl: Aus dem Glockenturm des Münsters wurde ein Brand gemeldet. Das erwies sich jedoch als Fehlalarm.

Konstanz – Das Jahr 2010 begann für viele Konstanzer vor allem neblig. Das Feuerwerk versank in einigen Konstanzer Stadtteilen fast komplett im dichten Nebel: So konnte man im Paradies und der Altstadt teilweise nicht mal mehr weiter als zehn Meter sehen.

Nach Angaben der Wetterwarte Konstanz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sei dies nicht außergewöhnlich für die Jahreszeit. Nebel entstehe häufig im Winter, wenn die Sonne tagsüber Wasser verdunstet, die Luft sich abends aber so stark abkühlt, dass das Wasser wieder kondensiert, hieß es vom DWD dazu.

Während die Polizei Konstanz von einer vergleichsweise „ruhigen Silvesternacht“ mit vor allem kleineren Einsätzen spricht, musste die Feuerwehr Konstanz häufig ausrücken. Bereits vor Mitternacht mussten die Feuerwehrleute unter anderem einen umgestürzten Baum in Allmannsdorf beseitigen und einen unter Wasser stehenden Keller in Dingelsdorf auspumpen.

Nach Mitternacht wurde die Feuerwehr noch häufiger alarmiert. Unter anderem fuhren Einsatzfahrzeuge in die Wollmatinger Benedikt-Bauer-Straße. Dort hatte eine Silvesterrakete im Dachbereich einen Brand verursacht. Anwohner hatten ihn jedoch bereits bei Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Nahezu zeitgleich gab es einen Feueralarm aus dem Glockenturm des Münsters. Glücklicherweise stellte sich dies jedoch als Fehlalarm heraus. Eingreifen mussten die Einsatzkräfte jedoch etwas später, gegen 1 Uhr, als ein Altkleidercontainer in der Schwaketenstraße brannte. Die Feuerwehr vermutet als Brandursache, dass Feuerwerkskörper in den Container geschmissen worden waren.

In einer ersten Bilanz hatte die Polizei Konstanz vor allem etliche Einsätze nach Mitternacht notiert. Bis um halb acht in der Frühe am Neujahrmorgen habe es immer mal wieder Auseinandersetzungen gegeben, die die Polizei schlichten musste. Oft sei bei den Streitigkeiten auch Alkohol im Spiel gewesen. Gegen 1 Uhr in der Nacht musste das Sicherheitspersonal einer Diskothek unterstützt werden, weil eine 15-köpfige Gruppe randalierte, da ihnen zuvor der Eintritt verwehrt worden war. Fast zeitgleich war ein 17-Jähriger im Stadtgarten von einer unbekannten Person geschlagen und mit einer Waffe bedroht worden. Insgesamt, sagte Polizeisprecher Fritz Bezikofer, sei die Silvesternacht aber ruhiger gewesen als manch ein normaler Samstagabend in Konstanz.

Glückliche Momente gab es im Klinikum Konstanz: Marlon Roth ist das erste Baby, das in diesem Jahr in Konstanz geboren wurde. Der kleine Marlon erwies sich dabei als Frühstarter: Fünf Tage vor dem errechneten Geburtstermin kam er am 1. Januar 2010 um 6:27 Uhr auf die Welt. Bei seiner Geburt war er 57 Zentimeter groß und 4665 Gramm schwer. „Er ist ein kleiner Riese“, freut sich der stolze Vater Stefan Roth, ein Konstanzer Grafiker und Karikaturist. Für Mutter Viviane Roth ist es bereits die dritte Geburt. Auch ihre beiden anderen Kinder, Leonie (7) und Paula (3), sind im jüngst als besonders babyfreundlich ausgezeichneten Klinikum geboren worden.

In der Notaufnahme des Klinikums gab es in der Silvesternacht ebenfalls viel zu tun. Vor allem viele kleinere Verletzungen die auch von Schlägereien herrührten, beschäftigten die Mediziner. Zudem wurde ein 17-jähriges Mädchen mit mehr als zwei Promille und leichter Unterkühlung in die Kinderklinik eingewiesen. Nach Angaben des Pressesprechers Werner Merk konnte jedoch, dank der besonnenen Reaktion einer Freundin, die umgehend Notarzt und Eltern alarmierte, Schlimmeres verhindert werden. Die 17-Jährige ist jetzt wieder wohlauf.

 
Glückwunsch
Herzlichen Glückwunsch der Neujahrsfamilie und viel Glück und Gesundheit 2010 ;-) Wir freuen uns ...
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