Das Kinderfest Konstanz-Kreuzlingen war in diesem Jahr ein großer Erfolg. Das Wetter war ideal für die große Freiluftveranstaltung mit vielen Spielen für Klein und Groß.
Konstanz/Kreuzlingen – Das grenzüberschreitende Kinderfest Konstanz-Kreuzlingen hat in diesem Jahr rund 13 000 Gäste angelockt. Als die weit über 60 mitwirkenden Vereine, Institutionen und Firmen gerade mit dem Aufbau fertig waren, strömten schon viele Besucher ins Spieleparadies im Konstanzer Stadtgarten. Überall tummelten sich Kinder und Erwachsene und spielten sich von Stand zu Stand. „Dieses Jahr ist es perfekt. Wir strahlen gerade um die Wette“, sagte Carmen Münst begeistert. Sie ist Projektkoordinatorin des veranstaltenden Konstanzer Stadtmarketings. Das Fest kostet rund 20 000 Euro. Die Städte Konstanz und Kreuzlingen leisten einen Beitrag, der Rest wird über Sponsoren finanziert.
Das Wetter war ideal für die große Freiluftveranstaltung, die in diesem Jahr noch mehr zu bieten hatte als zuvor. Die Eltern schätzen es außerdem sehr, dass das Kinderfest keinen Eintritt kostet und die Spielangebote ebenfalls gratis sind. Begeistert von dem facettenreichen Spieltag war auch Daniel Graf, Stabskompanie-Kommandant der Feuerwehr Schaffhausen. Unter dem Motto „Sechs Städte, drei Länder, ein Ziel“ stellen derzeit Feuerwehren ihre Arbeit vor, um Nachwuchs zu gewinnen. Im Konstanzer Stadtgarten präsentierten sich am Samstag die Feuerwehren Konstanz, Friedrichshafen und Schaffhausen und bereicherten mit ihren vielfältigen Mitmach-Aktionen das Fest. Kinder und Erwachsene konnten den modernsten Schlauchverleger der Schweiz bestaunten, die Mädchen und Jungen durften die Fertigkeit der Technischen Hilfe erproben und Löschangriffe üben. „Das Fest ist sensationell“, sagte Daniel Graf.
Für jeden Geschmack war etwas geboten. So konnten junge Künstler unter anderem in aller Ruhe Blumentöpfe bemalen. Der Andrang war so groß, dass die Kinder warten mussten. Außerdem konnten die Kinder Spinnen basteln, Stofftaschen bemalen, ihre Geschicklichkeit beim Bobby-Car- oder Modellauto-Parcours testen, sich beim Blechdosenwerfen verausgaben, Eishockey ausprobieren oder sich von Mini-Willi zum Wildschwein-Quiz einladen lassen. Das Kinderkulturzentrum Raiteberg (Kikuz) bot viele Spiele für Kinder und Eltern an und es gab auch ein eindrucksvolles Bühnenprogramm unter dem Motto „Von Kindern für Kinder.“
Stadtmarketing-Chef Hilmar Wörnle hatte im Vorfeld des Kinderfestes geäußert, dass den Veranstaltern daran gelegen sei, auch etwas für die „großen Kinder“ zu bieten, „damit die Eltern nicht alleine gelassen und irgendwo abgestellt werden.“ Seine Bedenken waren allerdings unbegründet, denn Extra-Angebote benötigten die Erwachsenen nicht unbedingt. So war ein Vater hingebungsvoll damit beschäftigt, mit Holzklötzen einen Turm zu bauen. Angespornt wurde er wohl durch das zwei Meter große Kunstwerk, das der zwölfjährige Konstanzer Philipp Stahlmann in zweieinhalb Stunden konzentrierter Bauzeit erstellt hatte. Der Vater vergaß beinahe das Umfeld, und seine Tochter monierte bereits: „Papa! Jetzt komm, lass uns weitergehen. Shoppen wollten wir ja schließlich auch noch.“
Der Funke sprang also über und die Besucher waren begeistert. Noch einen Funken will Ruedi Wolfender, Leiter des Kreuzlinger Departements Freizeit, Kultur und Sport, entfachen: Künftig möchte er kräftig die Werbetrommel rühren, damit noch mehr Gäste und Vereine aus der Schweizer Nachbarstadt am Kinderfest teilnehmen.
„Schöner könnte es gar nicht sein“
Grenzüberschreitendes Kinderfest Konstanz Kreuzlingen (1)
Grenzüberschreitendes Kinderfest Konstanz Kreuzlingen (2)