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Rock am See soll noch sicherer werden

Konstanz

Konstanz 13 000 Fans feiern friedliches Rock am See

29.08.2011
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Rund 13 000 Zuschauer feierten am Samstag ein friedliches Rockfestival in Konstanz. Vor einem Jahr waren es noch 23 000 Besucher gewesen. Polizei und Rettungsdienste loben das „angenehme Publikum“.

Rock am See 2011 dürfte als eines der friedlichsten Festivals in die nunmehr 26-jährige Geschichte des Konstanzer Freiluftspektakels eingehen. Polizei und die Rettungsdienste vor Ort verlebten einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag. „Die Veranstaltung verlief, sowohl was die Verkehrs- als auch die Sicherheitslage angeht, ohne Probleme“, erklärte Michael Aschenbrenner, Pressesprecher der Polizei Konstanz gegenüber dem SÜDKURIER. Einzige leicht brenzlige Situation sei am Nachmittag der Brand einer Klimaanlage eines Lastwagens gewesen. Diesen habe die Feuerwehr jedoch schnell gelöscht. Bei der Anreise sei es auch zu keinen größeren Staus auf der B33 gekommen. Der Verkehr habe sich über den Tag verteilt. Auch Michael Zwick, Einsatzleiter für die Malteser im Bodenseestadion, sprach von einem auffallend ruhigen Ablauf des Festivals. „Das Publikum war sehr angenehm und friedlich. Wir hatten deutlich weniger Einsätze als in vergangenen Jahren“, sagte Zwick. Die schlimmste Verletzung sei eine Quetschung gewesen, erklärte der Maltester-Einsatzleiter.

Zu den Zuschauerzahlen im Stadion gab es unterschiedliche Einschätzungen. Während die Polizei von „bis zu 12 000 Besuchern“ sprach, gab der Veranstalter Koko & DTK Entertainment an, es seien „knapp 15 000 Zuschauer gewesen. Die Wahrheit dürfte irgendwo in der Mitte liegen. So oder so – im weiten Rund des Bodenseestadions blieb viel Platz. Insgesamt passen rund 25 000 Zuschauer ins Stadion.

Die Bilanz des Rock-am-See-Veranstalters fällt trotzdem positiv aus: „Es war ein friedliches Festival mit einem tollen Programm“, sagte Armin Nissel, einer der Geschäftsführer bei Koko am Sonntag auf Nachfragen des SÜDKURIER. Künstlern und Fans habe es wieder einmal gut gefallen bei Rock am See, so Nissel. Einziges Manko aus seiner Sicht: Das Wetter. „Wir hätten gerne etwas weniger Regen gehabt und ein paar Grad mehr. Aber das können wir leider noch nicht beeinflussen“, sagte Nissel. Tatsächlich war es in den Abendstunden empfindlich kalt im Bodenseestadion geworden. Waren es am Vortag noch um die 30 Grad Celsius gewesen, so stürzte die Temperatur am Samstagabend teilweise in den einstelligen Bereich. Wenigstens der Regen hatte am späten Nachmittag aufgehört.

Für einigen Ärger sorgten während des Festivals die langen Schlangen vor den Toiletten. „Die zur Verfügung gestellten Toiletten reichten bei weitem nicht aus. Es waren permanent und zu jeder Zeit hunderte Meter lange Schlangen vor den Toiletten“, schrieb beispielsweise Jürgen Wojtyczka in einer E-Mail an den Veranstalter und den SÜDKURIER. Hygienisch hätten teilweise „katastrophale Verhältnisse“ vorgeherrscht. Die Vorwürfe weist der Veranstalter zurück. Es seien der Besucherzahl angemessen viele Toiletten aufgestellt worden, so Koko-Geschäftsführer Armin Nissel. Insgesamt hätten fünf Toilettenwagen, 55 mobile Toiletten und die fest im Stadion installierten WCs zur Verfügung gestanden.

Auf die langen Schlangen vor den Toiletten hatte der Veranstalter am Nachmittag nach Angaben von Nissel noch reagiert und zusätzliche mobile Toilettenhäuschen aufstellen lassen. Weshalb das Problem sich dennoch nicht gelöst habe, könne er nicht sagen, erklärte Nissel weiter. Jürgen Wojtyczka reicht diese Erklärung nicht. Er fordert vom Veranstalter 497 Euro zurück für seine Kleidung, die er nach dem Festival habe wegwerfen müssen. „Für mich war das gestrige Rock am See Festival das letzte Mal“, so der wütende Fan.








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