Herr Untertrifaller, Sie haben den Wettbewerb auf der Architektenseite gewonnen fürs Konzert- und Kongresshaus in Konstanz. Was haben Sie sich bei Ihren Planungen überlegt?
Mit wenigen Worten ist das schwierig. Der Ort war mir sehr gut bekannt aufgrund meiner Tätigkeit als Professor an der Fachhochschule. Ich habe da mal mit meinen Studenten auch dieses Areal beplant. Für mich ist es ein sehr verdichteter Ort, eine Schwelle zwischen Stadt und Landschaftsraum, Schwelle zwischen Deutschland und der Schweiz. Es kommen da sehr viele Faktoren zusammen. So, wie der Ort sich jetzt präsentiert, glaube ich, kann er diese vielen Funktionen gar nicht erfüllen. Es ist zwar ein sehr vielfältig nutzbarer Ort, aber es fehlt eben diese städtebauliche Verdichtung, die er, wie ich meine, durch dieses Projekt erfahren würde. Wir haben versucht, das zu stärken und als ein Konglomerat von drei einzelnen Gebäuden so zu positionieren, dass diese nach allen Seiten miteinander kommunizieren und so diesen Ort quasi aufladen und ihm einen gewissen Mehrwert verleihen.
Von welchen ästhetischen Gedanken haben Sie sich beim Konzert- und Kongresshaus selbst leiten lassen?

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