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Konstanz „Es hat auch mit Verrücktheit zu tun“

30.08.2010
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Auf einen Kaffee mit: Peter Neumann, Oldtimer-Fan, ab Mittwoch Teilnehmer an der Konstanzer Rallye „Mille Fiori“ und Berichterstatter für die SÜDKURIER-Leser

Herr Neumann, Sie brechen am Mittwoch in Konstanz zur Oldtimer-Rundfahrt Mille Fiori auf. Was fasziniert Sie daran?

Es ist eine doppelte Faszination: Erstens sind da die alten Autos, die meisten davon längst aus dem aktuellen Straßenbild verschwunden, von ihren Besitzern liebevoll erhalten oder restauriert und jetzt wieder zu sehen. Und dann ist da natürlich die Strecke. Konstanz und der Bodensee ist ja allein eine Reise wert, aber die Streckenführung durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz bietet natürlich einen besonderen Reiz. Und für die alten Autos auch eine besondere Herausforderung.

Welches Auto werden Sie fahren?

Im Grunde keinen wirklich teuren Oldtimer: einen Triumph Spitfire. Das Auto ist nicht zu vergleichen mit klassischen Mercedes- oder Jaguar-Modellen zum Beispiel. Aber es ist ein schöner englischer Klassiker, den ich sehr mag.

Warum gerade ein Spitfire?

Der Wagen war das Traumauto meiner Kinder- und Jugendzeit. In den 70ern war der Spitfire der Inbegriff für englischen Roadster. Das hat mir immer schon gefallen. Allerdings: Einen Spitfire darf man nicht fahren müssen, sonst hat man mit der englischen Technik aus der Zeit wirklich ein Problem.

Englische Autos, zumal alte, gelten ja nicht gerade als ein Muster an Zuverlässigkeit. Sind Sie nervös?

Die Einschätzung stimmt, aber die Technik ist robust. Außerdem habe ich vor der Tour natürlich genau nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist. Trotzdem: Ein bisschen Unsicherheit bleibt immer bei alten Autos – übrigens nicht nur bei englischen!

Das Stadtmarketing Konstanz arbeitet an der Etablierung der Marke Oldtimerland Bodensee. Was könnte die Region davon haben?

Die Region profitiert zweifach: Erstens sind Oldtimer-Fahrer eine interessante Zielgruppe, sie sind Genießer und kommen gerne dahin, wo es schöne Landschaft, aber auch eine Infrastruktur für sie gibt. Zweitens sind alte Autos ja für viele Menschen attraktiv. Zu Oldtimer-Veranstaltungen kommen nicht selten Tausende Schaulustige an die Straßen und Plätze. Das heißt: Auch für Touristen ohne altes Auto wird die Region interessanter und spannender.

Warum fahren Leute eigentlich lieber alte Autos, wenn sie auch auf moderne Technik zurückgreifen könnten?

Es hat wohl ein bisschen mit Nostalgie zu tun, ein bisschen mit Technikbegeisterung, ein bisschen mit Neugier auf die alte Technik und neue Wege und ein bisschen mit Verrücktheit.

Sie berichten von unterwegs aktuell für die SÜDKURIER-Leser und die Online-User. Mit welchen Herausforderungen rechnen Sie?

Meine erste Herausforderung ist, überhaupt die Strecke zu schaffen. Sie haben die Zuverlässigkeit von alten Engländern ja schon erwähnt. Und dann freue ich mich besonders darauf, von der Tour berichten zu können. Auch das ist eine Herausforderung. Wetter, Strecke – all das will bewältigt werden. Und die Leser des SÜDKURIER und von suedkurier.de können hautnah dabei sein.

Worauf freuen Sie sich ganz besonders?

Auf das Erlebnis der Strecke und das Miteinander mit den anderen Fahrern. Und dann natürlich auf das Ankommen in Konstanz!

Weitere Gespräche der Serie im Internet:

www.suedkurier.de/aufeinenkaffee

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