– Die planerischen Vorbereitungen für eine weitere Gewerbeansiedlung wurden vom Hohenfelser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung getroffen. Ein auswärtiger Gewerbebetrieb interessiert sich für eine 5000 Quadratmeter große Fläche des bisher unbebauten Wiesengeländes an der Abzweigung der Ortsstraße von der Hauptstraße, dort wo das Wegkreuz steht.
Dieser Teil des großen Liggersdorfer Gewerbegebiets wurde auf „Bruck II“ getauft und umfasst insgesamt etwa zwei Hektar Fläche.
Zunächst geht es jedoch nur um die erwähnten 5000 Quadratmeter, für die vom Gemeinderat am Mittwochabend eine so genannte Flächenbedarfsberechnung sowie ein Umweltbericht beschlossen wurden. Hierin eingeschlossen wurde zugleich der Bereich „Gründen“, ein für Gewerbe und Wohnen zugelassenes, 0,6 Hektar großes Mischgebiet gegenüber dem geplanten Gewerbegebiet „Bruck II“. Die Flächenbedarfsberechnung sowie der Umweltbericht sind Voraussetzung für eine Änderung des Flächennutzungsplans, durch die der Weg zum Bebauungsplan „Bruck II“ bzw. „Gründen“ erst frei wird. Wenn der Bebauungsplan aufgestellt und genehmigt ist, kann gebaut werden.
Weil es im Gemeinderat um mehrere Bebauungspläne ging, wurde auch über „Bruck V“ gesprochen. Hierbei handelt es sich um den Abschnitt, wo sich die neue Hackschnitzelanlage befindet, die für das Gewerbegebiet „Bruck“ sowie mehrere Anlieger an der Hauptstraße in Liggersdorf seit letztem Jahr Fernwärme liefert. Das Interesse an einem Anschluss an die Fernwärmeversorgung hält, wie zu hören ist, nach wie vor an. Nun wurde vom Gemeinderat die Voraussetzung dafür geschaffen, das bisherige Gewerbegebiet „Bruck V“ in ein Industriegebiet „Bruck V“ umzutaufen. Dadurch besteht die Möglichkeit, nach einem eigenen Genehmigungsverfahren, in dem es um den Immissionsschutz sowie die Filtertechnik geht, Holzabfälle aus einem im Gewerbegebiet ansässigen Betrieb zu verheizen.
Des Weiteren ging es auch um die Bebauungsgebiete „Waasenäcker“ in Selgetsweiler sowie „Tiefer Weg“ in Mindersdorf. Für das an der Straße nach Sentenhart und am Ortsrand von Selgetsweiler gelegene Bebauungsgebiet „Waasenäcker“ wurde eine Ergänzungssatzung beschlossen, die die Bebauung einer Baulücke ermöglicht. Für den „Tiefen Weg“ in Mindersdorf besteht noch Gesprächsbedarf, weswegen ein Änderungsantrag zum Bebauungsplan zurückgestellt wurde.
Schließlich wurde auch die Fischereipacht für den „Längenbach“ und den „Steinenbach“ in Kalkofen vergeben und zwar an Maria Hahn aus Kalkofen. Für das neue Pumpwerk „Brühl“ in Liggersdorf, wo das Wasser der Bodensee-Wasserversorgung ins örtliche Netz eingespeist wird, wurden Edelstahlarbeiten für ein im Innern befindliches Geländer für 5000 Euro an die Hohenfelser Firma Roland Müller vergeben.