Gartenbau-Innung empfängt 35 Auszubildende im Berufsstand
Hilzingen – „Diese jungen Menschen haben einen Beruf mit guten Zukunftsaussichten gewählt“, ist Michael Grimm überzeugt. Der Vorsitzende der Gartenbau-Verbandes Hochrhein-Bodensee konnte 35 Auszubildenden in den verschiedenen Branchen gemeinsam mit Kreisgärtnermeister Edgar Weggler die Gesellenbriefe überreichen. Fünf der Auszubildenden wurden zudem für ihre herausregenden Leistungen mit einem Buchpreis ausgezeichnet. Doch zuvor wurden sie von Grimm, Weggler und dessen Stellvertreter Theo Benz zünftig angegossen.
Mitten im Vesperstüble des Weinguts Vollmayer am Fuße des Hohentwieler Elisabethenberges war die Zinkwanne aufgestellt, in die die erfolgreichen Lehrlinge barfuss zu stehen hatten um mit stilgerechten Gießkannen das nötige Wasser zu bekommen, um im Beruf wurzeln zu schlagen. „Sie haben jetzt das nötige Fachwissen erworben, um die immerwährende Sehnsucht des Menschen nach Pflanzen und Grün zu stillen“, erklärt Verbandsvorsitzender Grimm nach der Zeremonie. Festrednerin Sigrun Mattes hat mit Leierkasten und spitzer Zunge gewohnt unterhaltsam die angehenden Gärtner auf ihre Aufgaben aufmerksam gemacht und Tipps zur stets passenden Blumenwahl mit auf den Weg gegeben.
Stark war der Anteil weiblicher Absolventen. „Rund 40 Prozent der Auszubildenden sind junge Frauen“, berichtete Kreisgärtnermeister Edgar Weggler. Der Anteil bleibe hoch, obwohl sich das Berufsbild wandelt. Immer wichtiger werde die Sparte Landschaftsbau. Nur noch etwa ein Drittel mache die Ausbildung im Bereich Zierpflanzen oder Obst- und Gemüsebau. „Die Gestaltung des grünen Umfeldes gewinnt an Bedeutung“, beobachtet Verbandsvorsitzender Grimm.
Die Preisträger: Mit Buchpreisen ausgezeichnet wurden Phillip Benz, der seine Lehre bei Gemüsebau Böhler auf der Reichenau abgeschlossen hat, Sven Kury (Obsthof Romer in Konstanz), Jana Nüsseler und Florian Utz (Weggler, Engen) und Vanessa Verlinden von der Stadtgärtnerei Radolfzell.
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