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Hilzingen Misshandelte Katzen: Tierschutzorganisation schaltet sich ein

Immer wieder stehen Hegauer Katzen im Visier von Tierquälern. Durch suedkurier.de wurde die Tierschutzorganisation „Peta“ auf den Fall des misshandelten Katers Elvis in Weiterdingen aufmerksam – und will jetzt aktiv werden.

Schwer verletzt wurde in Weiterdingen eine Katze durch Tierquälerei. Zuvor wurden Katzen auch in anderen Hegauorten attackiert. Jetzt hat die Tierrechtsorganisation „Peta“ 500 Euro Belohnung ausgesetzt.
Schwer verletzt wurde in Weiterdingen eine Katze durch Tierquälerei. Zuvor wurden Katzen auch in anderen Hegauorten attackiert. Jetzt hat die Tierrechtsorganisation „Peta“ 500 Euro Belohnung ausgesetzt. |

Die Fälle häufen sich – und immer wieder stehen Katzen im Visier von Tierquälern im Hegau. Nachdem zuletzt in Tengen, Riedheim, Liggeringen, Ludwigshafen und am Stadtrand von Konstanz Katzen attackiert wurden, wird jetzt die Tierschutzvereinigung „Peta“ aktiv, nachdem Kater Elvis aus Weiterdingen schwer verletzt und misshandelt wurde.

Häufig wurde zunächst mit dem Luftgewehr auf die Katzen geschossen, bevor sich die Täter an den wehrlosen Tieren vergehen konnten. „Wir haben durch den Internetauftritt des SÜDKURIER von den Fällen erfahren“, berichtet Peta-Aktivistin Nadja Kutscher. Jetzt will der Verband, der sich für den ethischen Umgang mit Tieren stark macht, aktiv die Polizei unterstützen, um den Tierquälern auf die Spur zu kommen. Denn die Ermittler tappen noch im Dunkeln. „Das ist kein Einzelfall“, weiß Kutscher – und meint damit sowohl Gewalt gegen Katzen, als auch die Schwierigkeit, den Tätern auf die Spur zu kommen. Wichtig seien Zeugenhinweise. Doch viele Menschen würden sich scheuen, der Polizei notwendige Hinweise zu geben. Deshalb will die Tierrechtsorganisation die Polizei bei der Suche unterstützen. „Wir haben bereits mit den zuständigen Beamten Kontakt aufgenommen“, sagt Kutscher, nachdem sie vom Schicksal des Katers Elvis erfahren hat. Der stand zuletzt schwer verletzt vor der Balkontür der Halterin (wir berichteten). Laut Tierarzt wurde das Tier erst mit einem Luftgewehr angeschossen, dann mit dem Fuß getreten und schließlich am Schwanz durch die Luft gewirbelt.

Durch zwei Maßnahmen hoffen die Tierschützer Hinweise zu bekommen: Erstens wird eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt, wenn Hinweise zur Ergreifung der Täter führen und zweitens können sich Zeugen telefonisch an die Tierrechtsorganisation wenden. „Unter der Mobilfunknummer 0176/648 120 91 werden alle Informationen vertraulich behandelt“, verspricht Kutscher.

Kater Elvis schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Besitzerin Karoline Enders ist dennoch entsetzt: „Ich hoffe sehr, dass irgendjemand, irgendwo, irgendwann den richtigen Hinweis gibt, damit nicht noch mehr Katzen zum Opfer der Tierquäler werden.“ Dass Elvis kein Einzelschicksal ist, zeigen die Vorfälle der letzten Wochen. Ob es sich um denselben Täter handelt, ist noch offen. „Wir hoffen auf schnelle Erfolge bei der Suche nach den Tätern“, ist Tierschützerin Nadja Kutscher noch aus einem weiteren Grund besorgt: „Nach Schätzungen von Aggressionsforschern haben sich 80 bis 90 Prozent aller verurteilten Gewaltverbrecher vorher der Tierquälerei schuldig gemacht. Wer einem Tier so etwas Skrupelloses antut, der schreckt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht vor Gewalttaten am Menschen zurück.“

Sie betont, dass Tierquälerei eine Straftat ist. Es drohen Geldstrafe oder gar Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren.

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