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Weiterdingen Kater Elvis brutal angeschossen

Erneut wurde eine Katze zum Opfer brutaler Tierquäler in einem Hilzinger Ortsteil. In Weiterdingen musste Kater Elvis anscheinend ein wahres Martyrium durchleben, wie seine Besitzerin Karoline Enders nach dem notwendig gewordenen Tierarztbesuch erfahren musste.

Zwei Tage war der verschmuste Kater, den die Familie erst fünf Monate zuvor aus dem Singener Tierheim geholt hat, verschwunden. „Erst am Abend des vergangenen Donnerstag stand er apathisch und steif vor unserer Balkontür“, erinnert sie sich, wie er überhaupt nicht mehr reagierte und sehr apathisch wirkte. „Er sah sehr abgemagert und eingefallen aus. Als er dann ein paar Schritte auf uns zu kam war schon deutlich zu sehen, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Sein Schwanz hing nur herunter und sein rechtes Bein wurde nachgezogen.“

Dass es kein Autounfall gewesen ist, der den Kater so zugerichtet hat, sollte sich beim Tierarztbesuch herausstellen. „Der Tierarzt schloss einen Verkehrsunfall aus, da der Kater keine typischen Verletzungen aufwies“, erzählt die Katzenbesitzerin. Röntgenaufnahmen zeigten dann einen langen Riss im Bauchfell und dass alle Organe und Gedärme unter den Brustkorb gerutscht waren. Der Schwanz der Katze war gebrochen und im Brustbereich war eine Gewehr-Kugel zu erkennen. „Elvis musste sofort operiert werden“, versteht Enders so viel Grausamkeit nicht. Nachdem das Fell für die Operation entfernt war, konnte man ein riesiges Hämatom am Körper des kleinen Katers erkennen.

„Er hat die Operation überstanden, aber er ist noch nicht außer Lebensgefahr“, weiß sie inzwischen, dass der Schwanz amputiert und die Gewehrkugel entfernt werden müssen. Laut Tierarzt wurde wohl auf den Kater erst mit einem Luftgewehr geschossen, dann mit dem Fuß eingetreten und schließlich muss das Tier am Schwanz durch die Luft gewirbelt worden sein. „Tatsache ist, unser junges Katerchen wurde von einem erbarmungslosen Tierquäler schwer misshandelt und in Weiterdingen läuft jemand mit einem Luftgewehr herum und schießt damit auf Katzen“, berichtet die Katzenbesitzerin. Ähnliche Fälle haben sich erst kürzlich in Riedheim zugetragen – und auch im weiten Hegau wird immer wieder mit Luftgewehren auf Katzen geschossen. Doch die Ermittlungen der Polizei haben bislang keine Hinweise erbracht. „Wir hoffen sehr, dass irgendjemand, irgendwo, irgendwann den richtigen Hinweis geben kann, damit der Täter zur Rechenschaft gezogen wird“, erklärt Karoline Enders.

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