Gottmadingen Förderkreis stellt Programm vor
11.02.2012
Dieses Jahr wird Professor Werner Mezger, bekannt als der „Fastnachts-Professor“, fach- und sachkundiger Kommentator aller Fasnet-Übertragungen des SWR nach Gottmadingen kommen. „Gibt es ein Leben nach der Fastnacht? – Spektakuläre Bräuche nach Aschermittwoch“, so der Titel seines Vortrags. Volkmar Staub, aus dem Südschwarzwald stammender, in Berlin lebender Kabarettist ist mit seinem Programm „Ausbaden“ am 25. März, 19.30 Uhr, im St.-Georgshaus zu Gast. Eine „separatistische Satirade aus Anlass 60 Jahre Baden-Württemberg“. Dieter Krieg, einem der bedeutendsten Maler Deutschlands in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts, ist eine Ausstellung im Museum für aktuelle Kunst, Sammlung Hurrle in Durbach, gewidmet. Seine großformatigen Bilder waren auch des öfteren bei der Experimentelle ausgestellt. Der FöKuHei organisiert am 15. April eine Reise dorthin. Bei den Straßenbauarbeiten im Baugebiet „Markgrafenstraße“ in Gottmadingen wurde ein aus dem 6. Jahrhundert nach Christus stammendes Gräberfeld entdeckt. Damit wurde dieser Ort wesentlich früher besiedelt, als das urkundlich belegte Jahr 965 (und diese Urkunde gilt mittlerweile als Fälschung). Muss die Geschichte des Beginns von Gottmadingen also neu geschrieben werden? Der Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald, der die Grabungen vor Ort selbst durchgeführt hat, wird über die neuen Erkenntnisse und seine Arbeit berichten. In Kooperation mit der Gemeinde Gottmadingen und dem Hegau-Geschichtsverein Singen ist die Fahr-Kantine am 26.
April ab 19.30 Uhr der Veranstaltungsort. Nach Stuttgart führt eine Exkursion am 5. Mai. Anlaufpunkt ist zum einen die Weißenhofsiedlung. Sie gilt als eine der bedeutendsten Wohnsiedlungen der Moderne. „Ein Minimum an Form sollte den Großstadtmenschen ein Maximum an Freiheit gewährleisten“. Eine ausführliche Führung wird die radikalen Ideen verständlich machen. Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Walter Gropius, Bruno und Max Taut, Le Corbusier und elf weitere wichtige Architekten jener Zeit haben diese Siedlung geplant. Das 2. Ziel ist das Mercedes-Benz-Museum. Außer der tollen Landschaft und den regionalen Spezialitäten ist der Bregenzer Wald und ganz Vorarlberg weltweit bekannt für seine (moderne) Architektur, deren Qualität in einer solchen Dichte einzigartig ist. Auch die bekanntesten Barockkirchen und Klöster wie Birnau oder Hilzingen wurden von Baumeistern aus dem Bregenzer Wald errichtet. Beispiele heutiger Baukunst werden besichtigt, wenn sich für Samstag/Sonntag, 23. /24. Juni mindestens zwölf Teilnehmer finden. Das 2. Halbjahr wird dann geprägt von der Experimentelle 17, beginnend am 6. Juli auf Schloss Randegg.
