Gailingen Hegau-Jugendwerk begrüßt 30.000. Patienten

Das Hegau-Jugendwerk leistet seit 45 Jahren Pionierarbeit in der Rehabilitation. Bei einem Festakt anlässlich dieses Geburtstages wurde der 30 000. Patient begrüßt.

"Es ist gut zu wissen, dass es diese Einrichtung gibt“, schreibt Harry Wynohradnyk in seinen Glückwünschen zum 45-jährigen Bestehen des Hegau Jugendwerkes Gailingen. Wynohradnyk war der erste Patient der neurologischen Einrichtung für Jugendliche, die damals auf diesem Fachgebiet Pioniertaten vollbrachte. Gewürdigt wurde dieses besondere Datum, der 15. März 1972, im Kreise von gut 100 der insgesamt 320 Mitarbeiter. Der Festakt war in Anlehnung an die in den Gründungszeiten gerne gepflegte Tradition der gemeinsamen Frühstückspause ein gemeinsames Frühstück.

Das Foto, das es von Wynohradnyk bei seiner Aufnahme gibt, zeigt einen großgewachsenen 16-Jährigen mit gepflegter Beatles-Frisur, der leicht verlegen einen Blumenstrauß entgegennimmt. Seitdem wurden im Jugendwerk viele Kinder und Jugendliche behandelt. Der ärztliche Direktor Klaus Scheidtmann freute sich, zum Geburtstagsfrühstück der Reha-Klinik den 30 000. Patienten begrüßen zu dürfen. Er heißt Philipp Striedter – und die Blumen bekam diesmal seine Mutter Isabella, die sie sicherlich auch mehr zu schätzen wusste als der Junge.

45 Jahre sind in der medizinischen Rehabilitation junger Menschen eine lange Zeit. „Jungpioniere sind wir auf unserem Fachgebiet zwar keine mehr“, so beschreibt die Einrichtung sich selbst. „Aber wir haben unseren Pioniergeist nie verloren: Noch heute geht das Jugendwerk immer wieder neue Wege in der Rehabilitation.“ Nicht immer sei es einfach gewesen, dachte Peter Fischer zurück. „Aber wir haben es geschafft. Wir können stolz sein auf den Aufbau des Jugendwerkes und unsere Leistung in den vergangenen 45 Jahre“, so der Geschäftsführer des Gesundheitsverbundes im Landkreis Konstanz (GLKN), dem das Jugendwerk angehört.

Fischer bestätigte den Mitarbeitern eine ausgezeichnete, von höchster Menschlichkeit und Qualität geprägte Arbeit. „Wenn ich sehe, dass sich die jungen Patienten hier wohlfühlen, wenn ich sehe, wie sie sich hier verbessern – dann ist das Ihr Verdienst!“ Scheidtmann unterstrich Fischers herzliche Dankesworte. „Ohne Sie wäre alles nichts“, konstatierte der Mediziner. Zum Ausklang stellte Andreas Winterhalder die Erfolgsgeschichte des Hegau-Jugendwerkes in 45 Bildern vor. Der ehemalige Terminkoordinator und langjährige Qualitätsmanagement-Beauftragte führte die Festgesellschaft mit einen amüsanten und informativen Streifzug zurück zu den Anfängen.


Die Einrichtung

Das Hegau-Jugendwerk in Gailingen ist ein neurologisches Fachkrankenhaus und Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Es verfügt über 203 Betten in den Fachrichtungen Neurologie/Neuropädiatrie, Frührehabilitation, Schwerrehabilitation und weiterführende Rehabilitation. Es gibt eine staatlich anerkannte Krankenhausschule und eine berufstherapeutische Abteilung. 

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