Das Haus verfügt nun über 120 Betten, in einer Tiefgarage bestehen Parkmöglichkeiten für 75 Autos und die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter stieg mit der Erweiterung von 41 auf 54.
Der CDU-Bundespolitiker Volker Kauder ging in seiner Festrede zunächst auf die wirtschaftliche Bedeutung des Hirschen für die Gemeinde Gaienhofen und die Region aus. Es handle sich um den größten Betrieb im Ortsteil Horn mit einem entsprechenden Steueraufkommen. Der Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der aufgrund familiärer Beziehungen seit Jahrzehnten regelmäßig in Gaienhofen zu Besuch und Gast im Hirschen ist, hob zugleich die Bedeutung der Nachfolgeregelung im Hause Amann hervor. Ohne die Absprache mit den Söhnen und deren Lebenspartnerinnen wäre eine solche Investition nicht denkbar gewesen. Volker Kauder war schließlich auch noch voll des Lobes für die archiktonische Konzeption der Erweiterung des Betriebes. Im Hirschen stimme alles, es handle sich um „ein Gesamtkunstwerk der Gastronomie“.
Zur Sprache brachte der Bundespolitiker auch die Eigenwilligkeit des Hausherrn Karl Amann. Es sei klar, dass es bei so einem Kopf immer wieder Schwierigkeiten mit Behörden und Genehmigungsverfahren gebe. Eben diese Eigenwilligkeit aber sei eine der Merkmale des Mittelstands: „Gaienhofen kann froh sein, einen Unternehmer wie Karl Amann im Ort zu haben.“ Aus diesem Grund kamen zahlreiche prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche. So nahmen die Höri-Bürgermeister Peter Kessler aus Moos und Andreas Schmid aus Öhningen an dem Festakt teil, ebenso wie OB Jörg Schmidt aus Radolfzell.
Nicht dabei dagegen war Uwe Eisch. Der Bürgermeister von Gaienhofen hatte die Einladung ohne Begründung abgelehnt und keinen Vertreter entsandt. Auf eine telefonische und schriftliche Anfrage des SÜDKURIER im Vorfeld der Feier reagierte er nicht.
