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Gaienhofen Modelle für gelungene Eingliederung

11.08.2011


Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz informiert sich über die Arbeit der Caritas

Gaienhofen-Horn – Die Eingliederung gering Qualifizierter und Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt gewinnt angesichts des Fachkräftemangels im Landkreis Konstanz an Bedeutung. Der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) und Experten des Caritasverbandes Konstanz fordern, bewährte Fördermaßnahmen zu sichern und auszubauen.

Die Beschäftigungsförderung in Deutschland steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Um die Auswirkungen für den Landkreis zu diskutieren, trafen sich der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz, Caritasvorstand Matthias Ehret und die Caritas-Fachbereichsleiterin „Hilfen zur Arbeit“ Gabriele Eckert zu einem Fachgespräch. Das Hotel und Gasthaus Seehörnle auf der Höri bot den passenden Rahmen: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand und bieten eine inspirierende Atmosphäre für Arbeitstagungen.

Hans-Peter Storz sieht positive Signale aus Stuttgart. Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag ein Beschäftigungsförderungs-Programm beschlossen. Der Landtagsabgeordnete betont: „Das Landesprogramm müssen wir mit Inhalten füllen. Dazu ist das Wissen erfahrener Verbände gefragt. Mit Modellen wie den Fairkauf-Häusern in Singen und Konstanz zeigt die Caritas, wie die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gelingen kann.“

Aus ihrer Arbeitspraxis weiß Gabriele Eckert: Menschen ohne Abschluss oder Erfahrung, mit geringer Ausdauer oder mangelndem Selbstvertrauen brauchen professionelle und persönliche Begleitung. Diese personalintensiven wie wirksamen Maßnahmen sieht Matthias Ehret aufgrund der geänderten Sozialgesetzgebung in Gefahr: „Die Agentur für Arbeit entrümpelt jetzt den Instrumentenkoffer der Beschäftigungs-Förderung. Ich fürchte, dass ab 2012 ausgerechnet die Schwächsten durchs Fördersieb fallen.“ Eine Region, die auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen ist, könne sich das nicht leisten. Beschäftigungsförderung sei eine sozialpolitische und zugleich ökonomische Notwendigkeit. Storz, Ehret und Eckert wollen darum zügig konkrete Vorschläge und Forderungen formulieren.

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