Tagung der Embrace Hotels im Seehörnle. Verbund integrativer Hotels bietet bundesweit 380 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen
Gaienhofen-Horn – Bei einer Tagung von Mitgliedern der „Embrace Hotels“ im Seehörnle wurde die Bedeutung der Einrichtungen deutlich. Im Verbund vermarkten 29 Betriebe aus ganz Deutschland eine gemeinsame Idee: Sie bieten Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz in der Hotellerie und Gastronomie.
Der Sozialdezernent des Landkreises Konstanz, Axel Goßner eröffnete die Tagung. Goßner betonte die Bedeutung anspruchsvoller und sicherer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und dankte den 32 vertretenen Embrace-Hotels für ihr Engagement. Durch die gemeinsame Positionierung am Markt schafft und sichert der Verbund Arbeitsplätze für behinderte Menschen. Auf der Tagung im Seehörnle standen der kollegiale Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vermarktung und eine gemeinsame Definition von „Barrierefreiheit als Unternehmenskultur“ im Mittelpunkt.
Für Martin Bünk, Embrace-Präsident, sind Hotels ein idealer Arbeitsort für Menschen mit Behinderungen: „Je nach individueller Eignung arbeiten unsere Mitarbeiter in der Küche, im Service oder am Empfang und haben engen Kontakt zu unseren Gästen.“ Embrace will dadurch zu einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel beitragen: Menschliche Unterschiede sind normal und die Arbeitsbedingungen müssen dieser Unterschiedlichkeit Rechnung tragen.
Matthias Ehret, Vorstand des Caritasverbandes Konstanz, ist seit 2010 Embrace-Präsidiumsmitglied. Er freut sich, dass das Seehörnle nur 14 Monate nach Aufnahme in den Hotelverbund schon Gastgeber aller Embrace Hotels sein darf. Das Besondere an integrativen Hotels sieht Ehret im Normalen: „Wenn sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen, spüren das auch unsere Gäste. Bei uns darf jeder so sein, wie er ist.“ Die beste Voraussetzung für gutes Arbeiten und für entspannte Aufenthalte.