Engen – Eingeweiht haben die Stadtwerke und die Stadt Engen eine großzügige Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Großsporthalle beim Bildungszentrum. Zusammen mit der Anlage auf der Bushalteüberdachung sind sie eine der größten Anlagen zur Produktion von alternativer Energie.Die Solaranlage auf dem sanierten Dach der Sporthalle mit 180 Solarmodulen und einer Leistung von 41,5 Kilowatt produziert voraussichtlich 41 500 Kilowattstunden Strom im Jahr.
Das ist genug, um etwa zwölf Einfamilienhäuser ein Jahr mit CO2- freiem Strom zu versorgen. Die Bauzeit betrug rund sieben Monate. Ein Teil der Anlage konnte bereits im Dezember 2009 in Betrieb genommen werden, die komplette Anlage wurde im Juni 2010 fertig gestellt. Die Baukosten der Fotovoltaikanlage liegen bei rund 140 000 Euro.
„Die Anlage auf dem Dach der Sporthalle ist ein weiteres Projekt auf dem Weg, Engen als vorbildliche Gemeinde auf dem Alternativenergie-Sektor zu platzieren“, stellte Bürgermeister Johannes Moser bei der offiziellen Einweihung nicht ohne Stolz vor. „Die Stadtwerke sind besonders stolz, dass das gesamte Bildungszentrum mit seinen Solaranlagen nicht nur autark bei der Produktion von Strom ist, sondern auch noch eine beachtliche Menge an Strom in das Netz einspeisen kann“, konnte Hubert Gnant, Leiter der Stadtwerke, Erfreuliches berichten.
Die dritte erfreuliche Nachricht zum Solardach hatte Stadtbaumeister Matthias Distler: „Erst das Konjunkturprogramm der Bundesregierung ermöglichte die Sanierung des Daches der in den achtziger Jahren gebauten Großsporthalle. Und besonders wichtig ist uns die Tatsache, dass wir bei der Sanierung fast ausschließlich einheimische Handwerker beschäftigen konnten und damit die Sanierung auch einen Wirtschaftsfaktor beinhaltet.“ Im Rahmen der Sanierung wurden die Lichtkuppeln erneuert und auch gleichzeitig die Ausführung als Wärme- Abzugsanlage vorgenommen. Im tieferliegenden Bereich der Dachanlage wurden ebenfalls die Lichtkuppeln ausgetauscht und größtenteils auf automatische Öffnung zum Lüften und Schließen umgebaut, so der Stadtbaumeister. Die Gesamtkosten der Dachsanierung betragen 392 000 Euro und liegen nur etwas über den planerischen Vorgaben.