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Engen Senioren wollen besser verbinden

24.07.2012
Engen -  Sie haben sich den Belangen ihrer älteren Mitbürger verschrieben, wollen aber auch Brücken zu jüngeren Generationen schlagen – Helmut Geisenberger und Herbert Böhme, die Engener Seniorenbeauftragten. Sie sind auch die Initiatoren eines Seniorenbeirates.

An dieser dicht befahrenen Stelle der Breitestraße, gegenüber dem neuen Netto-Markt, soll nach den Vorstellungen von Herbert Böhme (links) und Helmut Geisenberger, eine Überquerungshilfe für Senioren eingerichtet werden.  Bild: Bittlingmaier

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Der Gemeinderat entscheidet darüber in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, mit Beginn um 17 Uhr.

„Wir wollen bewusst keinen Verein gründen“, betont Helmut Geisenberger. Vielmehr sei es das Ansinnen, Menschen zu finden, die von sich aus Interesse an einer Mitarbeit haben. Ziel soll es vor allem sein, möglichst einen Vertreter jedes Engener Stadtteils für das Gremium zu gewinnen. Vorgesehen seien mindestens fünf, aber höchstens neun Mitglieder, was der Zahl aller Stadtteile entspreche. „Es gibt bereits Interessenten“, sagt Geisenberger. Ohne Entscheidungsgewalt, aber mit einem Vorschlagsrecht ausgestattet, sollen Vertreter des Seniorenbeirats an Gemeinderatssitzungen teilnehmen können. „Wir finden es positiv, dass in Engen nach der Einrichtung eines Jugendgemeinderats nun auch eine Senioren-Vertretung geplant ist“, freut sich Bürgermeister Johannes Moser. Da die als Interessengruppe konzipiert sei, benötige es keine Wahl.

„Wir wollen unsere Arbeit intensivieren. Das geht nur, wenn sie auf mehrere Schultern verteilt wird, weil wir jetzt schon mehr als ausgelastet sind“, so Geisenberger. Er nennt die Computeria und Schulungen, die, wie für Handys, auch teils von jungen Menschen ausgeführt werden. Im Aufbau befänden sich auch häusliche Arbeiten von Jugendlichen für Senioren. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Generationen miteinander zu verbinden“, schildert Herbert Böhme. So sollen Leihomas und -opas bei der Betreuung von Kindern, beim Vorlesen und bei anderen Aufgaben tätig werden, um vor allem junge Familien zu entlasten. Es gebe hierfür ein gutes Potential an ehrenamtlichen Fachkräften.

„Auch die Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit für Senioren und die Barrierefreiheit wollen wir verbessern“, so Geisenberger. So gebe es Stellen in der Innenstadt, wie die Breitestraße, wo dringend ein Zebrastreifen für mehr Sicherheit von Nöten sei. „Die Straße müssen viele ältere Menschen einer Seniorenresidenz überqueren, wenn sie auf der anderen Seite zu Ärzten, Apotheken oder in einen Einkaufsmarkt gelangen wollen“, schildert Geisenberger. Hier gebe es aber fast unüberwindbare gesetzliche Vorgaben.

Und was motiviert Geisenberger und Böhme für ihren Einsatz? „Ich war viele Jahrzehnte in der Zollverwaltung weit weg von hier tätig, obwohl ich 32 Jahre in Engen wohne“, berichtet Herbert Böhme. „Damals hatte ich keine Zeit, mich ehrenamtlich zu betätigen.“ Nachdem er sich im Ruhestand befinde, sei das anders. Er habe beim Engener Rathaus angefragt, wo er sich einbringen könne. „Dabei fand ich Kontakt zu Helmut Geisenberger, der sich als Seniorenbeauftragter schon engagierte“, so Böhme. „Wir sind beide schon früher von Berufs wegen gewohnt, mit Menschen umzugehen, und wollen dies nun gerne ehrenamtlich fortsetzen“, ergänzt Geisenberger.

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