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27.04.2011  |  von  |  0 Kommentare

Engen Im Hegau finden Esel neue Heimat

Engen -  Der gemeinnützige Verein "Esel in Not" bietet Wanderungen mit den Vierbeinern an: Vor allem sogenannte Esel-Unternehmungen sollen das Leben entschleunigen.

Eselfreunde im Hegau: Helmuth Sallinger unterstützt die beiden „Eselmamas“ Erna Schmid und Ramona Erdmann auf ihrem Hof am Fuße des Hohenhewen.  Bild: Bild: handloser



Im Hegau finden Esel neue Heimat

Sieht man einem der Langohren in die Augen, möchte man ihn wohl am liebsten streicheln und füttern, so wie man das bei Pferden tut. Dass Esel und Pferde aber dennoch unterschiedliche Eigenschaften und Bedürfnisse haben, hat "Eselmama" Erna Schmid vom gemeinnützigen Verein Esel in Not vor 25 Jahren gelernt.

Damals wollte sie einen Gefährten für ihr Pferd. Doch der Esel wurde krank und so informierte sie sich in Fachbüchern über die korrekte Tierhaltung. Durch ihre Recherche begeisterte sie sich immer mehr für Esel und da das damalige Wissen über die Langohren beschränkt war, trat sie in Kontakt mit weiteren Eselfreunden. Über die Jahre verfestigte sich das Ziel, den Tieren eine artgerechte Haltung zu ermöglichen und so gründete die „Eselmama“ den Verein Esel in Not. Damit gab sie kranken, misshandelten, schlecht gehaltenen und alten Tieren ein Zuhause.

In der Zwischenzeit wuchs der Bestand der Esel immer weiter an und da es in der Schweiz keine Höfe gab, die der Menge gewachsen waren, zog der Verein im letzten Jahr nach Deutschland um. Am Fuße des Hohenhewen haben nun alle 40 Esel und das ein oder andere Pony ihre neue Heimat gefunden.

„Es war einer der schönsten und bewegendsten Tage in meinem Leben, als dieser Hof ersteigert wurde“, erzählt die zweite Vorsitzende des Vereins, Ramona Erdmann. Durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Humanatura erstanden Treuhänder den Hof am Singener Amtsgericht im Oktober 2010. Danach engagierte der Verein Bauarbeiter, die den Stall für die Esel umbauten und die Weiden einzäunten. Besonders hilfreich über die ganze Bauzeit hinweg war und ist der selbstständige Unternehmer und Diplombiologe Helmuth Sallinger. Denn er unterstützt die beiden engagierten Frauen bei den täglich anfallenden Arbeiten und behördlichen Angelegenheiten.

Die Motivation sich um Esel zu kümmern kam für Ramona Erdmann nach einem Reitunfall. Die Esel-Reha veränderte sie und so wurde das Wohlbefinden der Tiere zu ihrer neuen Aufgabe. „Man vergisst die Zeit, wenn man bei Eseln ist“, deshalb bietet Ramona Erdmann auch Esel-Unternehmungen an, die das Leben entschleunigen sollen.

Informationen zum Eselheim „Merlin“ in Engen-Welschingen im Internet: www.eselinnot.de oder per Telefon: 07733/50 35 88 8.


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