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Engen

Engen will sich besser vermarkten

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Das ist beschlossene Sache: Die Stadt Engen will sich besser vermarkten. Um sich nach außen neu zu positionieren und die Vorzüge als muntere Kleinstadt zu bündeln, hat der Gemeinderat dem Abschluss eines Beratervertrages mit der Singener Firma Gruppe Drei zugestimmt.

Das Leben in Engen gebündelt als eine Marke zu verkaufen, dieses Ziel wird nach dem Abschluss eines Beratervertrags mit der Singener Firma Gruppe Drei angestrebt. Bilder: Waschkowitz/Montage: Allgaier

Engen – „Engen wird außen zu wenig wahrgenommen, obwohl die Stadt viel zu bieten hat“, mit dieser deutlichen Aussage wartete Professor Alexander Doderer, Geschäftführer des Unternehmens Gruppe Drei, im Engener Gemeinderat auf. Als übergeordnetes Produkt könne sich Engen deutlich besser positionieren. Um dies zu schaffen, sollen möglichst viele Bereiche, wie Verkehr, Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus und andere, zunächst auf den Prüfstand gestellt werden, um schon aus einem laufenden Projekt heraus mit schnellen Umsetzungen von Maßnahmen Verbesserungen zu erzielen.

Hierbei müsse eine etwa 15-köpfige Projektgruppe tätig werden, die sich aus einer großen Bandbreite an Vertretern von Engener Einrichtungen und der Bevölkerung, wie Gewerbe, Verwaltung, Vereine, in Form eines Mehrgenerationen-Gremiums zusammensetzt. Als Unterstützung schlug Doderer die Gründung eines ebenfalls breitgefächerten Vereins vor, der neben Ideen auch finanzielle Beiträge leisten könne.

Die Projekt-Begleitung seines Unternehmens werde in den nächsten drei Jahren jeweils 20 000 Euro kosten, so Doderer, der auch Zuschüsse in Aussicht stellt. Auch die Industrie und andere Unternehmen könnten durch die positive Gesamtdarstellung Engens motiviert werden, sich finanziell zu beteiligen.

 

Zunächst gelte es, eine Prioritätenliste zu erstellen. Hierbei sei vor allem zu ergründen, in welchen Bereichen Maßnahmen dringlich seien und möglichst schnell umgesetzt werden könnten. Hier nannte Doderer die Eingangsbereiche von Engen oder die Pflegezustände der Grünanlagen. „Wichtig ist, aufzuzeigen, dass Engen keine Schlafstadt, sondern eine lebendige Kleinstadt ist“, so Doderer. Stark miteingebunden werden soll auch der Einzelhandel.

„Entscheidend ist, dass die Vorschläge der Engener Bürger ernst genommen werden und von uns aktiv begleitet werden“, entgegnet Doderer Bedenken von SPD-Stadtrat Wolfgang Pietzek, der an eine Gruppe erinnerte, die ein Engener Leitbild erstellte, deren konsequente Weiterverfolgung aber gescheitert sei, weil die Teilnehmer das Interesse verloren hätten. „Wir haben erkannt, dass eine professionelle Betreuung nötig ist. Und das ist jetzt der Fall“, so Bürgermeister Johannes Moser, der auf sehr erfolgreiche Tätigkeiten des 35-köpfigen Singener Unternehmens im Ostseebad Boltenhagen und anderen Städten verwies. Sehr angetan zeigen sich auch die Fraktionssprecher Jürgen Waldschütz und Gerhard Steiner von den Ausführungen Doderers, wie sie das schon bei seinem nichtöffentlichen Auftritt empfunden hätten.

Der Gemeinderat entschied bei einer Enthaltung von Pietzek, den Beratervertrag abzuschließen. Auf Vorschlag von Gerhard Steiner beschloss das Gremium, für die nächsten drei Jahre Beträge von jeweils 30 000 Euro zu deckeln. Die für 2009 anstehende Summe wird aus Ersparnissen, welche die Senkung der Kreisumlagen erbracht hat, bewältigt.

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Autor: albert bittlngmaier
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