Mein

Engen David Tchakoura ist Engens neuer Integrationsbeauftragter

Engen hat mit David Tchakoura einen neuen Integrationsbeauftragten. Er will die Interessen von Bürgern und Flüchtlingen zusammen zu bringen und freut sich auf seine Arbeit

David Tchakoura ist der neue Integrationsbeauftragte der Stadt Engen. Seine Vorgängerin in dem neu geschaffenen Amt hatte nach kurzer Zeit eine neue Stelle in Radolfzell angetreten. Unter 47 Bewerbungen der neu ausgeschriebenen Stelle hat der Gemeinderat den Magister in Germanistik und Bachelor der Erziehungswissenschaften ausgewählt.

Die Stadt Engen sieht sich bei der Bewältigung von Flüchtlingsthemen mit einem Integrationsbeauftragten in der Pflicht, betonen Bürgermeister Johannes Moser und Hauptamtsleiter Patrick Stärk. Das Amt hat eine zentrale Funktion rund um die Belange von Asylbewerbern und den Einheimischen sowie den ehrenamtlichen Aktiven in den Helferkreisen. "Die Besetzung der Stelle ist dringend notwendig geworden, da die sehr engagierten ehrenamtlichen Helferkreise und die hauptamtlichen Kräfte des Landratsamtes Konstanz dringend Entlastung brauchen", betont Bürgermeister Johannes Moser. Die Stelle wird vom Land Baden-Württemberg mit rund 100 000 Euro für eine Dauer von drei Jahren gefördert. "Das macht etwa die Hälfte des gesamten finanziellen Aufwands an Personal- und Sachkosten aus", sagt er.

"Wichtig ist uns, dass wir einen zentrale Ansprechpartner für alle Belange rund um die Flüchtlinge haben", betonen Bürgermeister sowie Hauptamtsleiter. Die Aufgaben für den neuen Integrationsbeauftragten reichen vom Asylbewerberheim Bahnhöfle in Neuhausen, das Platz für 120 Asylbewerber bietet, über die Gemeinschaftsunterkünfte Badischer Hof, Richthofenstraße und Pfarrheim Welschingen, bis zu den 46 Menschen, die schon auf dem freien Wohnungsmarkt eine Anschlussunterbringung gefunden haben. Die Stadt Engen beherbergt zurzeit 230 Flüchtlinge und hat damit die Aufnahmequote von 180 deutlich übererfüllt.

"Neben interner Verwaltungsarbeit ist die Stelle so ausgelegt, dass sie die verschiedensten Bereiche, Helferkreise, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Polizei, Feuerwehr und vieles mehr vernetzt", erklärt Johannes Moser. Patrick Stärk fügt hinzu: "Durch den direkten Draht erhoffen wir uns nicht nur Entlastung, sondern auch eine weitere Motivation der Helfer."

"Miteinander sprechen, das ist mir das größte Anliegen", erklärt David Tchakaura. "Und dabei will ich, wenn möglich, alle Flüchtlinge und die Helfer persönlich kennenlernen. Dazu will er zunächst, "um alles besser zu überschauen", eine Bestandsaufnahme machen, sowie ein Profil der Hilfen anlegen. "Zunächst will ich auszuloten, was bei der Integration am besten funktioniert. Dabei versuche ich, die Interessen der Bürger und Flüchtlinge zusammen zu bringen, Verständnis für einander aufzubauen", hat er sich vorgenommen. Besonders ansprechen will er die Vereine, "denn Sport, Singen und Arbeiten sind gute Möglichkeiten, sich zu integrieren, die Sprache zu lernen und Arbeit zu finden", ist er überzeugt. "Es wartet viel Arbeit auf mich, ich freue mich darauf", zeigt er sich kämpferisch und optimistisch.

Zur Person

David Tchakoura wurde in Togo, Westafrika, am Golf von Guinea, geboren. Er ist 36 Jahre alt und hat in Deutschland und seinem Heimatland studiert: Germanistik und Erziehungswissenschaft an der Universität in Lomé in Togo. Seine Promotion legte er in Politikwissenschaften an der Universität in Frankfurt ab. Die Ernennung zum Doktor erfolgt noch. In Ulm hat er im internationalen Ausschuss des Stadtrates gearbeitet. Er spricht mehrere Sprachen: Englisch und Französisch, sowie drei afrikanische Sprachen. Kontakt zu ihm im Rathaus: (0 77 33) 502 219 oder DTchakoura@engen.de

Ihre Meinung ist uns wichtig
Besonderes vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Engen
Engen
Hegau
Hegau
Engen
Engen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017