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Engen Bei der Windkraft geht es schon bald hoch her

09.02.2012


Höhere Anlagen bringen Vielfaches an Ertrag, wirken sich aber optisch massiv in der Hegau-Landschaft aus

Die Standortfrage für Windkraft-Anlagen im Hegau kommt in Bewegung. Nicht nur am Randen, sondern auch am Rauhenberg zwischen Gailingen und Gottmadingen. Zur Standortplanung können sich Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften zusammenschließen. Engen und Tengen wollen dies prüfen. Schon seit vielen Jahren hat die Verwaltungsgemeinschaft Engen/Mühlhausen/Aach im gemeinsamen Flächennutzungsplan mögliche Standorte für Windkraft-Anlagen ausgewiesen. So in den nördlichen Engener Stadtteilen Stetten und Biesendorf, wo es oberhalb der Orte vergleichsweise günstige Bedingungen für Windkraft gibt.

Waren nach den bisherigen Grundlagen die übergeordneten Regionalverbände angehalten, die Planung zu steuern, setzt die Landesregierung nun auf eine aktivere Ausweisung von Windkraftanlagen. Im Zuge der geplanten Zusammenarbeit haben Engen und Tengen im Bereich der Gemarkungsgrenze die Ausweisung eines weiteren Windkraft-Standortes ins Auge gefasst, wie Bürgermeister Johannes Moser im Engener Gemeinderat berichtete. Betroffen sein dürfte ein Gebiet zwischen Stetten und Watterdingen.

Die heutigen Windkraftanlagen sind nicht nur technisch auf einem weit höheren Stand als noch vor einigen Jahren, sondern auch tatsächlich. „Sie sind wesentlich wuchtiger und mit einer Nabenhöhe von an die 140 Meter übertreffen sie beispielsweise die bestehende Anlage auf Leipferdinger Gemarkung um mehr als das Doppelte“, so Moser. Dafür bringen sie auch eine fast 3,5-fache Leistungsausbeute.

„Sollten solche Anlagen gebaut werden, bedeutet dies auch einen massiven Einschnitt in die Hegaulandschaft“, stellt Moser klar. Das ist auch Thema der Standortdiskussion in Gailingen und Gottmadingen. „Aber wir können die Standortfrage in der vorhandenen Verwaltungsgemeinschaft lösen“, ist Gottmadingens Bürgermeister Michael Klinger überzeugt, dass ein größerer Planungsverbund nicht nötig ist. Bereits im März soll die Standortdiskussion in Gailingen beginnen – und Gottmadingen will dann mitdiskutieren, betonten die Ratsmitglieder in der jüngsten Sitzung.

Denn auch im Hegau werde an der Wind-Energie wohl kein Weg vorbeiführen. Standorte von Windkraft-Anlagen kämen aufgrund der Bauhöhe nun auch im Wald in Betracht, da sie die Bäume weit überragen. Es gebe schon etliche Anfragen über eine gewünschte Beteiligung an Windkraft-Anlagen, wissen Moser und Klinger. Auch die Engener Stadtwerke zeigen sich interessiert.

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