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Eigeltingen Eine wahre Schlagerparade

13.02.2012
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Gleich zweimal zeigte die Blätzlezunft aus Homberg, wie schön Fasnacht sein kann. Die klirrende Kälte blieb bei den Bunten Abenden draußen, und die Narren heizten dem Publikum kräftig ein.

Auf der kleinen Bühne im Dorfgemeinschaftshaus bewiesen die Blätzle einmal mehr, dass klein fein ist. „Schlagerparade“ ist das diesjährige Fasnachtsmotto. Dem Motto blieb man treu, jeder Programmpunkt war ein Hit.

Nachdem der Fanfarenzug schwungvoll den Abend eröffnet hatte, versuchte Sandra Domogalla den Präsidenten Dieter Lehmann vom Schlager zu überzeugen. Unterstützung bekam sie von sechs Tänzerinnen, die sich in beeindruckender Geschwindigkeit von den 60ern über Mireille Mathieu zu Mexikanerinnen verwandelten. Doch sang Lehmann zwar Schlagermelodien zur Begrüßung der Anwesenden, bleib aber Rocker im Herzen. „Die Hände zum Himmel“ galt beispielsweise Pfarrer Faulhammer und „So ein Mann“ dem Bürgermeister Fritschi.

Zwei Pausen und neue Programmpunkte fassten die vier Moderatoren in ihren Sketchen auf. Dabei begeisterten sie als Quizshow, überzeugte Bartträger und alte Damen. Ewald Zumkeller hatte als alternder Italiener das Publikum auf seiner Seite. Wissen Sie was ein Fichtemoped ist? Oder ein Wald- oder Jägermeister? Auch Einzelheiten aus seinem Eheleben gab es zu hören. Zum ersten Mal auf der Bühne standen Lisa Rauch, Julian Russ, Gerrit Brecht und Steffen Rinderle. Ihr Duell der Schlagergiganten DJ Ötzi und Jürgen Drews zog jung wie alt in seinen Bann.

Getanzt wurde natürlich auch. Die Gymnastikfrauen brachten Afrika nach Homberg. Auch der Wilde Westen mit Indianerinnen und Häuptling lebte auf. Die Krönung des Abends war wieder einmal das Männerballett. Die acht Männer wirbelten zu Klängen von Udo Jürgens über die Bühne. Sie hatten echte Sahne sowie weniger echte Sahnetorten und Motorräder dabei.

Morgens um halb Acht trifft sich Homberg an der Bushaltestelle. Da ließ sich hervorragend über die Minibar in Klopfers Traktor, den Feuerwehrausflug mit Hindernissen und vertauschte Hochzeitseinladungen tratschen. Frank Martin, der auch jenseits der Fasnacht Bauhofleiter ist, zeigte zudem noch eindrücklich, welcher Art und Umfang die Arbeit des Bauhofs ist, inklusive Gulli auf der Bühne.

Zwei „Couch-Potätos“ freuten sich an der 0190er Werbung und grübelten dabei, welchen Verein Hombergs und Münchhöfs sie beitreten könnten. So bekam jeder sein närrisches Fett ab. Dabei bewiesen Nicolai Richter und Mark Schimpeler nicht nur Mut zur Hässlichkeit im prolligen Mantalook, sondern auch Mut zum Alefanz, bei dem nicht jeder immer lachen konnte. Die Seitenhiebe richteten sich auch an die Fernsehkultur mit DSDS und Dschungelcamp sowie an die aktuelle Bundespolitik und den Bundespräsidenten.

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