Schmunzelnd erinnern sie sich noch an Traktorfahrten bis nach Überlingen, wo Gustav Bach zum Tanz aufspielte. Überhaupt war Gustav Bach ein reger Bürger. Er hat nicht nur als Trompeter den Musikverein unterstützt und ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr gezeigt. Er war von 1962 bis 1989 Gemeinde- und Ortschaftsrat.
I hr Sohn und ihre Tochter müssen schmunzeln, als Gustav Bach mit liebevollem Blick auf seine Frau sagt: „Und Sie war eine tüchtige Hausfrau und gute Bäuerin!“ Gemeinsam haben sie bis 2004 einen Bauernhof mit Viehhaltung im Nebenerwerb geführt. Dann übernahm ihn der Sohn. Die Übergabe war nicht ganz freiwillig. „Die Gesundheit nahm die Kraft.“ Tapfer hat Gustav Bach um seine Gesundheit gekämpft und viele schwere Erkrankungen besiegt. Immer an seiner Seite Ehefrau Amalie und die Kinder.
Wichtige Einblicke ins Leben erhielt Gustav Bach auch als Jugendschöffe. „Was soll ich jammern? Das nützt nichts und der Tag ist versaut.“ Befragt, was das Geheimnis einer so langen Ehe ist, antwortet Amalie Bach: „Einfach mal rausgehen und ums Haus laufen.“ Bei einem beginnenden Streit nichts sagen und erst einmal durchschnaufen, danach sähe oft alles ganz anders aus und man habe verletzende Worte vermieden. Heute führen das Ehepaar Bach und die beiden Kinder mit ihren Ehepartnern, vier Enkeln und zwei Urenkeln ein harmonisches Familienleben. Gefeiert wurde am Hochzeitstag mit Kaffee und Kuchen und Gästen im kleinen Rahmen. Am Samstag, 21. Juli um 11 Uhr geht es dann in die Honstetter St. Katharina und Petrus zur kirchlic hen Feier dieses seltenen Ehefestes.
