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07.03.2012  |  von  |  0 Kommentare

Büsingen Starke Partner packen an

Büsingen -  Den Startschuss für das Wärmenetz in Büsingen haben die Partner von Gemeinde, Bauunternehmen und Investor mit einem symbolischen Spatenstich gegeben: Die Baustelle ist eingerichtet, die Bagger vor Ort und das Genehmigungsverfahren fast abgeschlossen.Fast: „Den abschließenden Beschluss fassen wir in der nächsten Gemeinderatssitzung“, gesteht Büsingens Noch-Bürgermeister Gunnar Lang. Bis dahin will das beauftragte Bauunternehmen Heim aus Tuttlingen die Baustelle einrichten und die Baumaterialien an den Ort des Geschehens befördern.

Baustart für die Büsinger Heizzentrale: Bernhard Honsel von Solarcomplex, Werner Winzeler vom Verzollungspartner „Rhenus“, Kai Heim und Erich Busch vom Bauunternehmen Heim, Andreas Kraft und Eberhard Banholzer von Solarcomplex, Bürgermeister Gunnar Lang, Walter Labude und Veronika Paolino von Solarcomplex so wie der Büsinger Amtsleiter Wolfgang Welle.  Bild: Biehler

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Redakteur Singen

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Dass sich dies beim Projekt „Bioenergiedorf Büsingen“ komplizierter als bei den bisherigen Projekten gestaltet, haben die Planer des Singener Bürgerunternehmens schnell bemerkt. Denn bereits im Vorfeld hat sich abgezeichnet, dass das Vorhaben im Schweizer Zollbereich jenseits der europäischen Grenzen ganz neue Herausforderungen birgt, bis hin zur Zusammenarbeit mit den Grenzabfertigungsspezialisten der Rhenus-Logistik, die Baumaschinen, Material und Rohstoffe reibungsarm über die Grenzen bringen. „Mit Werner Winzeler von Rhenus haben wir aber einen Partner gefunden, der uns hilft, die Zollformalitäten möglichst reibungslos abzuwickeln“, erklären Eberhard Banholzer und Walter Labude von Solarcomplex.

Denn Büsingen ist zwar eine baden-württembergische Gemeinde im Landkreis Konstanz, als Exklave aber wirtschaftlich in der Schweiz. Deshalb muss jede Schaufel, jeder Meter Leitung und später auch jede Tonne Hackschnitzel ordnungsgemäß verzollt werden. Nicht nur deshalb macht die Idee solarthermischer Unterstützung für die Heizzentrale doppelt Sinn: Die Sonnenstrahlen kommen zollfrei ins Kraftwerk.

In den nächsten Monaten soll das Nahwärmenetz in der Gemeinde Büsingen am Hochrhein, dem deutschen Exklavenort inmitten der Schweiz, entstehen.

Für rund 3,5 Millionen Euro wird ein knapp sechs Kilometer langes Wärmenetz gezogen. Über 100 Haushalte sollen im Herbst an die Heizzentrale angeschlossen werden. Innovatives Herzstück wird ein 640-Kilowatt-Solarthermiefeld, mit dem Sonnenenergie genutzt wird. „Die Eigen-Nutzung der gewonnenen Energie wird immer wichtiger“, erklärt Labude. Solarthermie-Nutzung in derart großem Maßstab gäbe es bislang lediglich in Österreich und Norwegen.

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