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03.04.2012  |  von  |  0 Kommentare

Büsingen Bewerberin mit viel Kreativität

Büsingen -  Ursula Leutenegger will Bürgermeisterin von Büsingen werden, um neue Lösungen für die Exklave zu finden

Ursula Leutenegger kandidiert auf Listenplatz eins für die Bürgermeisterwahl am 22. April in Büsingen.  Bild: Biehler

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Redakteur Singen

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In Büsingen hat Ursula Leutenegger ihre Heimat gefunden. Die gebürtige Arlenerin hat viele Jahre in der Schweiz gelebt, bevor sie vor neun Jahre in den Exklavenort Büsingen gezogen ist. Inzwischen hat sie erkannt, dass der Sonderfall ihrem Naturell entspricht und sie sich für die Gemeinde noch stärker engagieren möchte. „Büsingen ist ein guter Standort“, ist sie überzeugt, dass es für die Zukunft darum gehe, Lösungen für die besondere Gemeinde am Hochrhein zu finden.

Die Kommunalpolitik der deutschen Ortschaft, die komplett von der Schweiz umgeben ist, verfolgt die 42-Jährige als Gemeinderatsmitglied seit der vergangenen Wahl aus nächster Nähe. „Die große Herausforderung wird sein, die Jugend im Ort zu halten“, betont sie angesichts stetig zurückgehender Einwohnerzahlen. „Wir müssen die Lücken suchen, die sich bieten.“

Dabei will sie auf ihre vielfältigen Erfahrungen setzten. Die gelernte Klavierbauerin möchte ihr Wissen um die richtige Stimmung in die Kommunalpolitik einbringen und die Pole ausgleichen. „Der Reizfaktor ist groß“, sagt die Mutter zweier 17- und 18 Jahre alter Söhne.

Einblicke in die Verwaltungsarbeit konnte sie bereits gewinnen. Daher weiß sie, „das muss ich schnell lernen.“ Denn in Büsingen als deutscher Ort im schweizerischen Wirtschaftssystem ist Verwaltung immer komplexer als andernorts. Mit großer Kreativität will die aktive Künstlerin die geeigneten Lücken für die Exklave finden und Mögliches machbar machen, um die einmalige Lage des Ortes im Rahmen der Gesetze voranzubringen.

Die Exklavengemeinde Büsingen sucht nach einem neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Gunnar Lang hat seinen Rücktritt im vergangenen Herbst angekündigt, nun wird am 22. April 2012 sein Nachfolger gewählt. Lesen Sie alles zu den Kandidaten und zur Wahl in unserem Themenpaket.

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