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11.01.2011  |  von  |  0 Kommentare

Bodman-Ludwigshafen Lenßen mit Film-Partnern

Bodman-Ludwigshafen  -  Bodman–Ludwigshafen – Trotz Nieselregens war das Dachgeschoss des Zollhauses in Ludwigshafen am Freitagabend bis auf den letzten Platz belegt. Niemand schien die öffentliche Premiere von „Lenßen – der Film“ verpassen zu wollen.

Hauptdarsteller Ingo Lenßen mit Schauspielern von „Lenßen – der Film“ bei der öffentlichen Premiere im Zollhaus Ludwigshafen (von links): Ingo Lenßen, Sohn Bosse Lenßen, Oskar Lorenz, Dominik Tiefenthaler.  Bild: Bild: Grintzewitsch



Lenßen mit Film-Partnern

Immer neue Stühle mussten für die zahlreichen Gäste organisiert werden. Hauptdarsteller und TV-Anwalt Ingo Lenßen versuchte, Ordnung in das Chaos zu bringen: „Hier vorne sind noch Plätze frei, Ihr braucht nicht stehen da hinten.“

Langsam kehrte Ruhe ein, Matthias Weckbach, Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen, konnte sein Grußwort halten. „Herr Lenßen, Sie sind ein Aushängeschild für Bodman-Ludwigshafen“, erklärte Weckbach unter dem Applaus des Publikums. Der Vorschlag, in der Gemeinde einen Film zu drehen, sei daher sofort mit Begeisterung angenommen worden. Zudem hätte der Gemeinderat zugestimmt, die Übernachtungskosten für die Schauspieler und das Produktionsteam zu sponsern.

Im Anschluss dankte Ingo Lenßen den umliegenden Gemeinden und vor allem den Bürgern von Bodman-Ludwigshafen für ihre Unterstützung: „Die Menschen der Ortschaft haben uns in ihren Häusern drehen lassen“, sagte der Hauptdarsteller. Die Kooperation mit den öffentlichen Stellen sei vorbildlich gewesen. „Wenn innerhalb von zwei Stunden ein Krankenwagen organisiert werden musste, dann war er auch da.“ Wie im richtigen Kino bat Ingo Lenßen darum, die Handys auszuschalten. Popcorntüten und der abgedunkelte Raum sorgten für Kinoatmosphäre.

Schon in den ersten Szenen wurde deutlich, an welchen Schauplätzen „Lenßen – der Film“ gedreht wurde: Das Amtsgericht Stockach war ebenso Drehort wie die Straßen von Bodman-Ludwigshafen und das Stockacher Krankenhaus. Einige Gebäude wurden zweckentfremdet. Das Zollhaus in Ludwigshafen wurde kurzerhand zur Privatklinik für Organtransplantationen umfunktioniert.

In zahlreichen Szenen entdeckte der aufmerksame Beobachter bekannte Personen des öffentlichen Lebens. So ließ sich Annette Jauch, Sekretärin von Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz, in einem Rollstuhl durch das Krankenhaus Stockach schieben.

Im Anschluss verriet Ingo Lenßen noch einige Details zum Film. „Für die Umsetzung des Drehbuchs ist ein Straßenstrich notwendig gewesen“, sagte er. Daraufhin hätte Caroline Kusch, die Leiterin der Tourist-Info, entsetzt bei ihm angerufen: „Sie meinte, das gehe nicht, wir können in Bodman-Ludwigshafen doch keinen Straßenstrich drehen“, lachte Lenßen. Nun sei die Szene im Film zwar vorhanden, die Stelle aber nicht direkt zu erkennen. Drehort sei ein Parkplatz zwischen Ludwigshafen und Überlingen gewesen.

Am Ende waren mit dem Werk viele im Zollhaus zufrieden. Zuschauerin Silvia Munz lobte Handlung, Kameraführung und die Musik, die mit Ausnahme von zwei Liedern eigens für den Film komponiert worden war: „Da hat man Freude daran, dass man hier wohnt“, sagte die Ludwigshafenerin.

Bürgermeister Matthias Weckbach lobte: „Es waren viele Szenen dabei, die den Bodensee in einem tollen Licht zeigen.“ Auch vor Weckbachs eigenem Büro machte das Filmteam übrigens nicht Halt: „So aufgeräumt war der Schreibtisch selten“, lachte Weckbach. Er lobte den Einsatz der zahlreichen Komparsen: „Erst die Bürger von Bodman-Ludwigshafen, Stockach und Umgebung haben den Film möglich gemacht.“

Für die Organisation der Statisten und die Unterbringung des Filmteams an insgesamt 17 Drehtagen war Caroline Kusch zuständig. „Ich hatte die Kontakte zu den Komparsen und den Hotels“, sagte die Leiterin der Tourist-Information. Für sie sei es spannend gewesen zu sehen, wie viel Arbeit in einer einzigen Szene stecke. Hubert Braun aus Stockach beschrieb seine Aufgabe beim Filmdreh: „Ich musste mit meinem Auto hinter dem Wagen des Ermittlerteams fahren.“ Die Szene sei oft wiederholt worden: „Ich war etwa drei bis vier Stunden da“, sagte der 25-Jährige.

Wer den Film sowohl bei der Premiere im Zollhaus als auch vergangenen Samstag im Fernsehen verpasst hat, darf sich trösten: „Lenßen – der Film“ soll im Februar auf DVD erscheinen.

Bildergalerie im Internet:

www.suedkurier.de/bilder

Lenßen mit Film-Partnern
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