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Bodman-Ludwigshafen Landwirte brauchen Wasser

13.10.2011
Bodman-Ludwigshafen -  Bodman (fws) Das Landratsamt Konstanz hat sich mehrfach mit Anträgen von Landwirten auf den Bau einer Wasserentnahmestelle im Bodmaner Ried beschäftigt. Einmal ging es um die Entnahme von Seewasser im Bereich des Naturschutzgebietes, ein anderes Mal um die Entnahme von Grundwasser.
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Die Landwirte bauen im Ried in der Hauptsache Erdbeeren an. In einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung regt das Landratsamt an, eine zentrale Wasserentnahmestelle zu bauen., Mit dieser Angelegenheit hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst.

Von Verwaltungsseite wurde bemerkt, dass man sich zuerst über den Standort einer Entnahmestelle und die Kosten klar sein müsse und auch die Beauftragung eines Planers erforderlich sei. Doch neben dieser grundsätzlichen Entscheidung sollte die Folgewirkung bereits in die Abwägung einfließen. Als Standort kämen besonders „nasse“ Stellen im Ried in Betracht. Diese liegen in der Nähe von bislang nur als Wiese genutzten Flächen und der Kleingärten in den Gewannen „Ried“ und „Neuländer“. Durch die mögliche Bewässerung würden diese Flächen deutlich höherwertiger und würden höchstwahrscheinlich eine starke Konzentration von Erdbeerfeldern mit entsprechendem Pachtertrag nach sich ziehen. Höchstwahrscheinlich könnte die kleingärtnerische Nutzung hierdurch verdrängt werden. Dies gelte es bei einem Grundsatzbeschluss mit zu bedenken. Es wurde aber betont, dass die Verwaltung dem Vorschlag des Landratsamtes grundsätzlich positiv gegenüber stehe, da eine Konzentration nicht nur die Wertigkeit und damit die Einnahmen der Gemeinde steigern würde, sondern vielmehr auch, weil sich damit die Marktsituation der Landwirte verbessern würde und sich ein neues Entwicklungspotential böte.

Auch im Ratsgremium hatte man gegen eine zentrale Wasserentnahme nichts einzuwenden. Der soeben vereidigte neue (alte) Gemeinderat Michael Koch, als Landwirt selbst Anbauer von Erdbeeren und Obst, schlug vor, erst einmal unter den Landwirten den Bedarf zu ermitteln., Dass ein solcher be stehe, darüber herrsche kein Zweifel, doch sollte geklärt werden, wie groß er sei. Dieser Vorschlag wurde sowohl von der Verwaltung auch vom Rat gutgeheißen. Bürgermeister Matthias Weckbach regte an, die Bedarfsermittlung durch die Raiffeisen-Warengenossenschaft durchführen zu lassen, da in dieser Genossenschaft die meisten Landwirte vertreten seien. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird der Gemeinderat eine Entscheidung treffen.

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